Linux Bibel online ~ Terminal-Software

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz.

Change language by Google translator: ...

In diesem Beitrag werde ich so einiges an Software für das Terminal präsentieren - wie man das Terminal nutzt und bedient sehen Sie bereits in diesen Beitrag Terminal. Ich werde die angegebene Software nach keinen Kriterien sortieren - dies ist auch kaum möglich da es für alles und noch mehr Anwendungen gibt. Man muss heute unter Linux das Terminal eigentlich nicht mehr nutzen - und dies hat auch Sinn denn auf der Kommandozeile lassen sich Anwendungen miteinander kombinieren sodass man statt auf der grafischen Oberfläche drei ober vier Anwendungen auf dem Terminal nur einen einzigen Befehl nutzen kann. Vieles funktioniert auf dem Terminal einfach schneller. Der Beitrag wird auch immer wieder erweitert.

Inhalt

Split Dateien teilen und wieder zusammen setzen, Whois Informationen über IP-Adressen und Server, Nslookup Webserver zur IP-Adresse oder umgekehrt ermitteln, Dig Die erweiterte Alternative zu Nslookup, Traceroute Verfolgung von IP-Paketen, Nl Zeilen aut dem Terminal mit Zahlen versehen, Wc Zeichen, Wörter, Zeilen und mehr in Dateien zählen, Sleep Befehle mit Verzögerung starten, Head Die ersten Zeilen einer Datei ausgeben, Tail Die letzten Zeilen einer Datei ansehen

Split

Der Befehl "split" dient dazu Dateien egal wie groß oder welcher Art auch immer in zwei oder mehrere Teile zu zerteilen. Welchen Nutzen könnte man davon haben? Eigentlich ganz einfach - stellen Sie sich vor Sie haben eine 20MB große Datei die Sie jemandem per Email senden wollen, der Provider lässt aber nur 10 oder 15MB große Dateien zu. Sie teilen die Datei in mehrere Teile, senden diese einzeln und der Empfänger setzt sie wieder zusammen. Dies funktioniert mit jedem Datei-Format egal ob Text, Microsoft Office-Dokument, Video oder was auch immer. Die Software ist unter auf Debian basierenden Systemen automatisch durch das Paket "coreutils" installiert.

Anwendung von Split

Nehmen wir einmal an ich habe eine Datei namens "video.avi", sie ist 20MB groß, die Datei möchte ich in vier Teile zu je 5MB teilen.

split -b 5 video.avi video.avi.

Dieser Befehl sorgt dafür das die Datei wie groß sie auch immer ist in fünf Megabyte große Teile geteilt wird - die originale Datei bleibt natürlich erhalten. Ist die Datei in diesem Fall größer als 20MB - etwa 22MB werden die restlichen 2MB ganz einfach in eine fünfte Datei gelegt. Die einzelnen Dateien erhalten die Endung "aa", "ab", "ac" und so weiter und so fort damit die Datei am Ende wieder richtig zusammen gefügt werden kann. Die Dateien wären im Beispiel also "video.avi.aa", "video.avi.ab", "video.avi.ac" und "video.avi.ad".

Um die Dateien wieder in der richtigen Reihenfolge zusammen zu fügen müssen alle im selben Verzeichnis liegen - das Zusammenfügen erledigt nun der Befehl "cat" der ebenso durch das selbe Paket installiert ist. In diesem Fall sorgt der Befehl:

cat video.avi.a? > video.avi

für das wieder zusammen fügen.

Die Software Split verfügt natürlich noch über so einige weitere Funktionen die Sie am einfachsten über seine Manpage durch den Befehl:

man split

heraus finden.

Whois

Der Befehl "whois" zeigt etwa woher eine IP-Adresse stammt oder zeigt auch Informationen zu Rechner oder Server. Nehmen wir an Sie haben eine Email bekommen, sehen im Quellcode der Mail die IP-Adresse und wollen nun sehen aus welchem Land die Mail gesendet wurde - Whois zeigt Ihnen dies. Auch zeigt der Befehl zusätzliche Informationen zu Rechnern etwa im lokalen Netz oder zu Servern im Internet. Je nach Distribution ist die kleine Software vor installiert oder auch nicht, unter auf Debian basierenden Systemen wie etwa auch Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter wird die Software ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "whois" installiert.

Anwendung von Whois

Die Anwendung der Software ist ganz einfach - wo will ich etwa wissen aus welchem Land eine Email gesendet wurde oder wo ein Server steht, ob nun IPv4- oder IPv6-Adresse ist der Software egal - im Beispiel ist dies die IP-Adresse (der Linux Bibel) "46.30.215.31":

whois 46.30.215.31

Whois - Whois-Abfrage und Informationen zum Server aus dem Terminal unter Linux

Whois - Whois-Abfrage und Informationen zum Server aus dem Terminal unter Linux

Auch weitere Informationen über Webserver, Mailserver und so weiter und so fort erhält man über die Software Whois, dazu gibt man ganz einfach die Web-Adresse an - etwa:

whois linux-bibel-online.org

Whois - Whois-Abfrage und Informationen zum Server aus dem Terminal unter Linux

Whois - Whois-Abfrage und Informationen zum Server aus dem Terminal unter Linux

Whois beinhaltet noch einige weitere nützliche Optionen über die man sich ganz einfach über seine Manpage näher informiert:

man whois

Nslookup

Der Befehl "nslookup" dient dazu die IP-Adresse zu einem Server egal welcher Art zu ermitteln oder umgekehrt - also zu einem Server die zugehörige IP-Adresse zu ermitteln. Je nach Distribution ist die Software automatisch installiert oder auch nicht, ist dies nicht der Fall lässt sich dies unter auf Debian basierenden Systemen wie Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "dnsutils" nach holen.

Anwendung von Nslookup

Die Software ist ganz einfach zu nutzen - im ersten Beispiel will ich die IP-Adresse zur Linux Bibel erfahren:

nslookup linux-bibel-online.org

Als Ausgabe erhält man die IP-Adresse, und nun umgekehrt zu einer IP-Adresse den passenden Server:

nslookup 46.30.215.31

Dig

Dig ist die erweiterte Alternative zu Nslookup, damit lassen sich also die IP-Adresse zu einem Server oder der Server zu einer IP-Adresse ermitteln. Als erstes möchte ich die IP-Adresse der Linux Bibel erfahren:

dig linux-bibel-online.org

Oder umgekehrt den Server zur IP-Adresse:

dig 46.30.215.31

Weitere nützliche Optionen erhalten Sie ganz einfach über die Manpage der Software mittels:

man dig

Installiert wird die Software wenn nicht vorhanden unter auf Debian basierenden Systemen ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "dnsutils".

Traceroute

Traceroute dient dazu IP-Pakete auf ihrem Weg durch das Netzwerk / Internet zu verfolgen. Wenn Sie eine Webseite im Internet öffnen oder eine Mail versenden, einen Rechner in Ihrem lokalen Netz anwählen oder was auch immer geht dies nicht auf direktem Weg, die IP-Daten-Pakete gehen immer einen Umweg, so werden etwa DNS-Server und ähnliches kontaktiert um tatsächlich an die gewünschte Adresse zu kommen. Die Software Traceroute zeigt diesen Weg an. Dadurch lassen sich möglicherweise vorhandene Probleme im Netzwerk lösen. Sie installieren die Software unter auf Debian basierenden Systemen ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "traceroute".

Traceroute anwenden

Die Software ist ganz einfach zu nutzen, um den Weg der IP-Daten-Pakete zu verfolgen geben Sie ganz einfach das Ziel durch seine Adresse oder durch seine IP-Adresse an:

traceroute linux-bibel-online.org traceroute 46.30.215.31

Handelt es sich um eine IPv6-Verbindung:

traceroute -6 123:45b:78c:90a:.....

Mehr nützliche Optionen finden Sie ganz einfach über die Manpage durch den Befehl:

man traceroute

Nl

Nl dient dazu jede Zeile der Ausgabe auf dem Terminal mit einer fort laufenden Ziffer zu versehen, dies kann insbesondere bei Scripts interessant sein aber auch vielen anderen Dingen, als wirklich ganz einfaches Beispiel möchte ich die Dateien im aktuellen Verzeichnis zählen, um die Dateien / Verzeichnisse im aktuellen Verzeichnis anzuzeigen nutzt man den Befehl "ls":

ls

Nl - Zeilen unter Linux am Terminal mit Ziffern versehen

Nl - Zeilen unter Linux am Terminal mit Ziffern versehen

Nl anwenden

Um die Dateien nun mit Ziffern auszugeben kombiniert man den Befehl "ls" nun ganz einfach mittels Pipe "|":

ls | nl

Nl - Zeilen unter Linux am Terminal mit Ziffern versehen

Nl - Zeilen unter Linux am Terminal mit Ziffern versehen

Als Trenner - also die Standard-Einstellung wonach Nl Zeilen setzt ist ganz einfach ein oder mehrere Leerzeichen, mehr zum Trenner finden Sie natürlich auf der Manpage der Software durch:

man nl

Standardmäßig erfolgt die Ausgabe natürlich nur am Terminal - dies lässt sich jedoch auch problemlos in eine Datei schreiben - etwa durch:

ls | nl > datei_name.txt

Dies war natürlich nur ein extrem einfaches Beispiel, die Software ist unter auf Debian basierenden Systemen ganz einfach durch das Paket "coreutils" automatisch installiert.

Wc

Der Befehl "wc" dient dazu Zeichen, Wörter, Zeilen und Bits in einzelnen Dateien auszugeben - also ganz einfach zu zählen und die Anzahl auszugeben. Die Software ist unter auf Debian basierenden Systemen automatisch durch das Paket "coreutils" installiert.

Wc anwenden

Anzuwenden ist die Software auf ganz einfache Art - die Syntax lautet:

wc option dateiname

Also etwa:

wc -w text.txt

Mit der Option "-w" werden ganz einfach die enthaltenen Wörter gezählt, ein Beispiel für eine Ausgabe:

1871 akregator.php

Die Datei enthält also 1871 Wörter, weiters gibt es folgende Optionen: "-c" gibt die Anzahl der Bytes aus, "-m" zählt jedes einzelne Zeichen, "-l" gibt die Anzahl der Zeilen aus, "-L 100" setzt die Länge einer Zeile auf maximal 100 Zeichen, also etwa:

wc -l -L 80 dateiname

Zählt die Zeilen einer Datei in der die Software ab 80 Zeichen eine neue Zeile zählt.

Sleep

Der Befehl "sleep" dient dazu Befehle mit fest gelegter Verzögerung zu starten, Sie geben also einen Befehl auf dem Terminal ab - gestartet wird die Ausführung jedoch erst nach von Ihnen fest gelegter Zeit. Die Software ist unter auf Debian basierenden Systemen automatisch durch das Paket "coreutils" installiert.

Sleep anwenden

Die Anwendung der Software ist ganz einfach, zuerst gibt man den Befehl "sleep" an, als Option die Zeit die gewartet werden soll und anschließend der auszuführende Befehl - also etwa:

sleep 10 firefox

In diesem Beispiel wartet "sleep" 10 Sekunden bis es sich beendet - anschließen wird der nach folgende Befehl ausgeführt. Statt Sekunden "s" kann man auch Minuten "m", Stunden "h" oder Tage "d" angeben. Im Falle dessen das man die Einheit der Zeit angeben will muss der Befehl jedoch etwas durch "&&" verändert werden, also etwa:

sleep 1m && firefox

Head

Der Befehl "head" dient dazu die ersten Zeilen der angegebenen Datei anzuzeigen. Die Software ist unter auf Debian basierenden Systemen durch das Paket "coreutils" installiert.

Head anwenden

Auch diese Software ist extrem einfach zu nutzen, als Beispiel möchte ich mir die ersten Zeilen der Datei "datei.txt" ansehen:

head datei.txt

Gibt man die anzuzeigenden Zeilen nicht an werden die ersten 10 angezeigt, möchte man die Anzahl der Zeilen erhöhen oder verringern gibt man diese durch die Option "-n X" an wobei man das "X" durch die entsprechende Zahl ersetzt:

head -n 15 datei.txt

Die Software verfügt noch über einige weitere nette Optionen für Profis die Sie einfach durch deren Manpage durch den Befehl:

man head

abfragen.

Tail

Der Befehl "tail" dient ähnlich wie Head dazu Zeilen einer Datei anzuzeigen, statt jedoch wie Head die ersten zeigt Tail die letzten Zeilen der Datei.

Tail anwenden

Wie bei Head gibt Tail ohne Optionen die letzten zehn Zeilen der Datei aus:

tail datei.txt

Will man die anzuzeigende Anzahl der Dateien erhöhen oder verringern gibt man diese durch die Option "-n X" an wobei man auch hier das "X" durch die Anzahl ersetzt:

tail -n 22 datei.txt

Tail hat eine besonders nützliche Funktion für Log-Dateien, also Dateien unter Linux die Vorkommnisse aller Art für den Nutzer aufzeichnen und bereit stellen, neue Vorkommnisse werden am Ende der Datei hinzu gefügt - hier liegt man also mit Tail genau richtig. Um Tail anzuweisen Die Datei weiter zu beobachten und neue Einträge anzuzeigen nutzt man die Option "-f", also hier etwa auch mit anzuzeigenden Zeilen:

tail -f -n 16 log-datei.txt

Um die Ausgabe abzubrechen dient dann die Tastenkombination Strg + c, auch Tail ist unter auf Debian basierenden Systemen durch das Paket "coreutils" automatisch installiert.

Mehr Tipps rund um das Terminal finden Sie im Linux Bibel Terminal-Wiki

Suche Nach oben Startseite Mail an den Autor Links rund um Linux









SiteLock