Linux Bibel online ~ Systemmanagement am Terminal

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Wie viele Linux-Nutzer wissen lässt sich Linux auch prima ohne grafische Oberfläche nutzen, dies ist gerade auf einem Server praktisch da eine solche nur unnütz die Ressourcen der Hardware vergeuden würde. Doch auch auf solchen Rechnern möchte der Administrator wissen was gerade los ist. Aber auch am lokalen Rechner oder Notebook sind Werkzeuge für das Terminal vorteilhaft, denn diese zeigen oft mehr als so manche grafische Anwendungen (mehr also solche unter Microsoft Windows sowieso). In diesem Beitrag wollen wir uns also Software ansehen die man auf dem Terminal nutzen kann um zu sehen was sich auf dem System gerade tut. Dieser Beitrag wird immer weiter erweitert.

Top

Top ist eine schon sehr bekannte Software (die wir schon unter Prozess-Management besprochen haben) und hat auch schon ein entsprechendes Alter, wird aber noch immer aktiv entwickelt. Die Software kann man als Prozess-Monitor für das Terminal bezeichnen, in diesem Artikel werden wir diesen etwas näher kennen lernen.

Top kann vom Administrator wie vom einfachen Nutzer genutzt werden und auf dem Terminal durch den Befehl:

top

gestartet:

Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - top

Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - top

Top zeigt nicht den Zustand des Systems beim Start der Software sondern aktualisiert sich etwa jede Sekunde, dies kann man durch die Tastenkombination Strg + c beenden.

Nun wollen wir uns einmal ansehen welche Informationen die Software uns bietet, ganz oben links finden Sie ganz einfach nur die aktuelle Uhrzeit, danach unter "up" die Zeit die das System aktuell läuft, "users" - wie viele Nutzer aktuell angemeldet sind (dies sind meist mehrere als nur einer (siehe auch Dateien), "tasks" - wie viele Prozesse aktuell laufen, die Auslastung der CPU und genutzten Speicher. Darunter finden sich die eigentlich wichtigen Informationen - die oberen sind für den richtigen Administrator nur Kosmetik. Unterhalb finden Sie nun die laufenden Prozesse, diejenigen die den Prozessor am meisten belasten natürlich an oberster Stelle. Über dieser Liste finden Sie nun tabellarisch aufgelistet folgende Werte:

  • PID - die Prozess-ID, jeder Prozess hat eine einmalige Nummer
  • USER - der Nutzer der diesen Prozess gestartet hat, dies muss nicht er gewesen sein sondern kann auch seine Desktop-Umgebung für ihn getan haben
  • PR und NI - die Priorität mit der der Prozess läuft, höhere Zahl bedeutet niedrigere Priorität und umgekehrt
  • VIRT - der virtuelle Speicher, der gesamte Speicher im Hauptspeicher den der Prozess aktuell nutzt (in kb)
  • RES - der Speicher im Hauptspeicher (RAM) den dieser Prozess genau benutzt, dieser ist kleiner als "VIRT" da ein Linux-Prozess meist auch etwa C-Bibliotheken nutzt die unter "VIRT" hinzu gerechnet werden
  • SHR - der Speicher den der Prozess im Hauptspeicher mit anderen - etwa mit Bibliotheken teilt
  • S - der Prozess-Zustand, hier die einzelnen: "D" - der Prozess schläft und wartet auf ein Signal vom System, "R" - der Prozess läuft, "S" - der Prozess schläft und wartet etwa auf einen Befehl vom Nutzer, "T" - der Prozess wurde angehalten, "Z" - der Prozess hat sich beendet und wartet auf Rückmeldung vom Kernel zur vollständigen Beendigung
  • %CPU - die Belastung auf die CPU die dieser Prozess unter den anderen Prozessen in Prozent
  • %MEM - die Auslastung des Hauptspeichers durch diesen Prozess im Bezug auf die anderen Prozesse
  • TIME+ - die Zeit die der Prozess die CPU und Speicher genutzt hat
  • COMMAND - das Kommando durch das der Prozess gestartet wurde
  • Wir wissen nun welche Informationen uns diese Software zeigt, nun wollen wir Top an unsere Bedürfnisse anpassen. Wir haben nun schon gelernt das uns Top im oberen Bereich die Auslastung der CPU anzeigt - angezeigt wird standardmäßig nur eine CPU auch wenn die CPU mehr Kerne hat, drücken wir nun die Taste l (eins) sehen wir die Auslastung aller Kerne einzeln:

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - top - Auslastung jedes Prozessors

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - top - Auslastung jedes Prozessors

    Drücken wir die Taste f öffnet sich ein Menü:

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - top - Einstellungen

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - top - Einstellungen

    Dieses lässt uns auswählen welche Spalten - also Informationen uns Top noch anzeigen soll. Mit den Pfeil-Tasten (rauf / runter) scrollen wir durch die Einträge und mit der Leertaste fügen wir ein Sternchen hinzu damit die Information angezeigt wird. Drücken wir an einem angezeigten Eintrag die Pfeil-nach-rechts-Taste lässt sich der Eintrag nun mit den Pfeil-Tasten (rauf / runter) der Reihe nach verschieben, durch die Taste Esc kommen wir wieder in die Prozess-Liste. Standardmäßig zeigt Top die Prozesse nach der Auslastung der CPU geordnet an, möchte man nach der Last des Speichern sortieren drückt man Strg + m, zurück gelangt man mit Strg + c, Strg + t sortiert nach CPU-Zeit. Mittels der Taste s sowie d ändern Sie die Zeit der Aktualisierung, geben Sie einfach die Anzahl der Sekunden ein und drücken die Eingabe-Taste. Mit der Taste k, der Angabe der Prozess-ID sowie des Signales (siehe Prozess-Management) beenden Sie den angegebenen Prozess (für Prozesse die nicht Sie gestartet haben benötigen Sie natürlich Administrator-Rechte).

    Haben Sie zu viele Informationen zur Anzeige hinzu gefügt scrollen Sie seitlich mit den Pfeil-Tasten (links / rechts). Mittels Umschalt + v erhalten Sie eine Baum-Ansicht der Prozesse wie sie von einander abhängen. Damit Sie diese Änderungen nicht bei jedem Start von Top vornehmen müssen drücken Sie Umschalt + w - somit werden aktuelle Einstellungen gespeichert. Top ist noch viel mehr anpassbar, nutzen Sie dazu seine Manpage durch den Befehl:

    man top

    Free

    Die Software Free zeigt Ihnen auf dem Terminal den verfügbaren und genutzten Hauptspeicher - also den RAM (Arbeitsspeicher) an. Die Software ist extrem einfach zu nutzen - es genügt der Befehl:

    free

    Da die Software noch aus den Anfängen der UNIX-Zeit stammt zeigt die Software noch die Größen in Kilobyte an - dies ist heute etwas übertrieben, nutzen Sie einfach die Option "-h" - somit erhalten Sie nutzbare Werte:

    free -h

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - free

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - free

    Hierbei erhalten Sie folgende Werte für den Hauptspeicher und den Auslagerungsspeicher (SWAP): total - der gesamte verbaute Speicher, used - der genutzte Speicher, free - der freie Speicher, shared - von temporären Dateisystemen genutzter Speicher, buffers - vom Kernel genutzter Speicher.

    Starten Sie den Befehl mit der Option "-s n" wobei Sie "n" durch Sekunden ersetzen erhalten Sie eine sich aktualisierende Ausgabe bis Sie mit Strg + c beenden.

    Htop

    Htop ähnelt im Grunde genommen Top das schon ganz oben beschrieben wurde und hat auch die selbe Aufgabe - ist jedoch übersichtlicher und einfacher zu nutzen. Die Software ist standardmäßig nicht installiert, dies lässt sich jedoch ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "htop" nach holen.

    Nach der Installation lässt sich die Software ganz einfach durch den Befehl:

    htop

    starten:

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - htop

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - htop

    Sie sehen ganz oben grafisch angezeigt die Auslastung der einzelnen Prozessor-Kerne, darunter die Auslastung des Hauptspeichers (RAM) und darunter den SWAP-Speicher. Daneben die Anzahl der laufenden Prozesse sowie die aktuelle Laufzeit des Systems. Darunter findet sich wieder die für uns wichtige Prozess-Liste mit den zugehörigen Informationen (die selben wie bei Top). Anders als bei Top finden Sie am unteren Rand diverse Befehle die Sie durch die davor stehende Funktionstaste nutzen können (perfekt funktioniert dies jedoch nur wenn man sich nicht auf der grafischen Oberfläche befindet), diese können Sie auch durch klicken mit der Maus nutzen. Was nun ebenfalls auffällt ist das man mit den Pfeil-Tasten (rauf / runter) perfekt durch die Prozess-Liste scrollen kann - so lässt sich ein Prozess markieren und die unten liegenden Befehle direkt darauf anwenden ohne etwa die PID nutzen zu müssen. Ein kleines Problem dabei - wechselt die Last des Prozesses ist auf einmal ein anderer Prozess markiert - drücken Sie die Tastenkombination Umschalt + f bleibt dieser markiert auch wenn sich seine Position in der Liste ändert bis Sie Markierung durch die Pfeil-Tasten (rauf / runter) wieder ändern.

    Auch sind die Prozesse unterschiedlich gefärbt - drücken Sie die Taste h erfahren Sie mehr über die Farben (drücken Sie die Taste nochmals kommen Sie wieder zur Prozess-Liste).

    Wie bei Top lassen sich auch hier die Prozesse nach Wunsch sortieren: Umschalt + c - nach CPU-Last, Umschalt + m nach Speicher und Umschalt + t nach CPU-Zeit. Auch die angezeigten Informationen-Felder lassen sich wie unter Top anpassen - dazu wählen Sie in der Menü-Leiste unten ganz einfach "Setup" und wählen nun mit den Pfeil-Tasten (rauf / runter) den Eintrag "Columns":

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - htop - Einstellungen

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - htop - Einstellungen

    Über "Done" kommen Sie wieder zur Prozess-Liste, vorgenommene Änderungen speichert die Software automatisch.

    Ifconfig

    Das kleine natürlich vorinstallierte Werkzeug zeigt Ihnen Informationen über erkannte Netzwerk-Schnittstellen und Informationen darüber an. Genutzt wird die Software als Administrator durch den Befehl:

    ifconfig

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - ifconfig

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - ifconfig

    Zu Beginn sehen Sie den Namen der Schnittstelle (Netzwerkgerät), die "flags" zeigen die Fähigkeiten dieser Schnittstelle, in der ersten Zeile darunter wenn die Schnittstelle aktiv ist finden Sie unter "inet" die interne IP-Adresse, unter "netmask" die Netzwerk-Maske und unter "broadcast" die Broadcast-Adresse. Weiters finden Sie unter "ether" die Hardware-Adresse die auf jedem Netzwerkgerät weltweit einmalig ist und darunter wiederum bisherige Up- und Downloads.

    Zu "ifconfig" findet sich noch dazu der Befehl:

    iwconfig

    Dieser zeigt nur WLAN-Schnittstellen an. Neben der reinen Anzeige von Informationen über Netzwerk-Schnittstellen beherrschen die beiden Anwendungen auch die Änderung derer Eigenschaften, dazu mehr in der Manpage der beiden Werkzeuge durch die Befehle:

    man ifconfig man iwconfig

    Externe IP-Adresse am Terminal sehen

    Wo wir uns gerade mit den Netzwerk-Schnittstellen befasst haben wollen wir uns gleich einmal die externe - also öffentliche IP-Adresse über die wir aus dem Netzwerk / Internet erreichbar sind am Terminal erfragen. Dazu gibt es zwar kein eigenes Werkzeug - jedoch einen kleinen Trick mit dem (standardmäßig installierten) Tool "wget", bitte als normaler Nutzer:

    wget http://ipinfo.io/ip -qO -

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - externe IP-Adresse

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - externe IP-Adresse

    Du - Festplatten-Belegung anzeigen

    Der standardmäßig vorinstallierte Befehl:

    du

    zeigt die Größe der einzelnen Verzeichnisse an - also die Größe der darin liegenden Dateien. Aufgrund der Masse an Verzeichnissen unter Linux schlage ich vor einzelne Verzeichnisse zu prüfen, etwa:

    du /home/robert/Dokumente

    Da die Software noch aus alten UNIX-Zeiten stammt zeigt die Software Werte in Kilobyte an, nutzt man die Option "-h" wird eine zeitgemäße Größe angezeigt:

    du -h /home/robert/Dokumente

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - du

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - du

    Weitere nützliche Optionen bietet natürlich wie immer die Manpage mittels:

    man du

    Uname - Grundlegende Informationen über das System

    Das kleine Werkzeug "Uname" zeigt grundlegende Informationen rund um das Linux-System. Um alle Informationen über das System anzuzeigen nutzt man die Option "-a":

    uname -a

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - uname

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - uname

    Zu Beginn Sieht man das eigentliche System - hier natürlich "Linux" (es könnte ja auch UNIX sein), den Hostnamen (Rechner-Name), die Version des Kernels und dessen genaue Bezeichnung sowie das Datum der Kompilierung dieses Kernels.

    Weitere mögliche Optionen wären "-s" die nur den Namen des Kernels ausgibt, "-n" den Hostnamen, "-r" das Release des Kernels, "-v" die Version des Kernels, "-m" die Prozessor-Architektur und "-o" das Betriebssystem.

    Acpitool

    Acpitool zeigt Informationen rund um die Strom-Spar-Funktionen des Systems an und wird darum auch gerne auf Notebooks und Netbooks genutzt. Das kleine Werkzeug wird ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "acpitool" installiert. Die Software unterstützt viele mögliche Abfragen - eine mögliche wäre Informationen rund um den Akku zu erfragen:

    acpitool -Bv

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - acpitool

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - acpitool

    Mehr zu den Ausgaben unter Strom sparen am Notebook. Die Erklärung zu diesem Befehl - die Option "-B" erfragt ganz einfach Informationen rund um den Akku, die Option "-v" gibt genauere Ausgaben aus. Weitere Möglichkeiten wären wenn diese vom Gerät unterstützt werden finden Sie wie immer auf der Manpage mittels:

    man acpitool

    Iotop

    Manchmal fragt man sich warum die Festplatte gerade im Dauerlauf rattert, welche Software schreibt oder liest nun gerade so wild auf der Platte? Hier hilft wieder die passende Software die man sich ganz einfach über die Paket-Verwaltung installiert - durch das Paket "iotop".

    Iotop kann nur als Admnistrator des Systems angewendet werden, gestartet wird diese Software ganz einfach über den Befehl:

    iotop

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - iotop

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - iotop

    Die Anzeige wird laufend aktualisiert, abgebrochen wird diese durch die Tastenkombination Strg + c. Ganz oben finden Sie nun die aktuelle Auslastung der Festplatte(n) in Lesen und schreiben. Darunter von oben nach unten gelistet die Prozesse die am meisten auf die Festplatte zugreifen sowie die Werte ob diese gerade lesen oder schreiben, sowie welcher Nutzer den Prozess gestartet hat.

    Iftop - Netzwerk-Auslastung anzeigen

    Iftop zeigt die Auslastung und Verbindungen an die aktuell auf der angegebenen Netzwerk-Schnittstelle lasten. Die Software ist nicht automatisch installiert, dies kann jedoch wie üblich über die Paket-Verwaltung durch das Paket "iftop" nach geholt werden.

    Genutzt wird die Software nur vom Administrator durch den Befehl:

    iftop -i Schnittstelle

    Der Name der Schnittstelle lässt sich wie schon beschrieben einfach durch "ifconfig" erfahren, diesen gibt man als Schnittstelle an - in meinem Fall also:

    iftop -i enp0s29f7u2

    (ein LTE-Modem das sich als Kabel gebundene Verbindung angibt - daher der seltsame Name).

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - iftop

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - iftop

    Sie sehen zuerst den Namen des Rechners der zu einem anderen Verbindung aufnimmt, anschließend die namentliche oder IP-Adresse und zum Schluss die Übertragungs-Werte. Beendet wird die Ausgabe ganz einfach über die Tastenkombination Strg + c.

    Iptstate - Die Firewall beobachten

    Unter normalen Umständen würde man die Ausgabe der Firewall über das Systemd-Log in fortlaufender Ausgabe betrachten, dies ist natürlich etwas unübersichtlich da hier alle Meldungen des Kernels und des restlichen Systems hinzu kommen, viel übersichtlicher zeigt dies das kleine Tool "Iptstate" (möglicherweise unter Debian Jessie noch nicht verfügbar). Das Tool zeigt nur die Arbeit der Firewall - egal mit welchem Werkzeug diese konfiguriert wurde. Installiert wird die Software ganz einfach wie üblich über die Paket-Verwaltung durch das Paket "iptstate".

    Genutzt wird die Software natürlich nur vom Administrator durch den Befehl:

    iptstate

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - iptstate

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - iptstate

    Beendet wird die Ausgabe durch die Tastenkombination Strg + c. Sie sehen nun zu Beginn unter "Source" von wem die Verbindung gestartet wurde (die IP-Adresse, siehe auch Externe IP-Adresse anzeigen oben), unter "Destination" findet sich das Ziel - also die IP-Adresse die angewählt wurde, nun folgt das Protokoll (TCP oder UDP) sowie die eigentliche Ausgabe der Firewall (deren gestartete Funktion, verbunden, blockiert, ...). Zuletzt noch die Zeit der Verbindung.

    Nethogs - Welche Software greift auf das Internet zu?

    Bisher wissen wir welche Verbindungen unser Rechner mit welchem anderen Rechner aufbaut oder auch umgekehrt, wir wissen jedoch noch nicht welche Anwendung die Verbindung erstellt - hier hilft die Software Nethogs die man ganz einfach wie üblich über die Paket-Verwaltung durch das Paket "nethogs" installiert.

    Genutzt wird die Software natürlich nur als Administrator des Systems durch den Befehl:

    nethogs Schnittstelle

    Die nötige Schnittstelle erfahren wir wie weiter oben schon beschrieben durch den Befehl:

    ifconfig

    In meinem Beispiel also:

    nethogs enp0s29f7u2

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - nethogs

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - nethogs

    Die Software zeigt zwar nicht an mit wem sich die Software verbindet - doch dazu kann man wieder die oben genannten Tools zur selben Zeit verwenden. Zu den Informationen zählen nun zu Beginn die eigentliche Prozess-ID, der Nutzer der den Prozess gestartet hat sowie der Pfad zur Anwendung die die Verbindung aufgebaut hat. Zuletzt die Netzwerk-Schnittstelle über die die Verbindung läuft, die gesendeten Daten und die Geschwindigkeit. Auch diese Software wird per Tastenkombination Strg + c beendet.

    Nmon - der Allrounder

    Die Software Nmon bietet eine Übersicht rund um das System über alles mögliche, man gibt einfach die gewünschten Informationen an und diese werden angezeigt. Auch Nmon ist standardmäßig nicht installiert was Sie jedoch schnell über die Paket-Verwaltung nach holen können - und zwar durch das Paket "nmon".

    Gestartet wird die Software ganz einfach durch den Befehl:

    nmon

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - nmon - Menü

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - nmon - Menü

    Zu Beginn sehen Sie nun eine Beschreibung mit den Funktionen und Anzeige-Möglichkeiten die die Software bietet. Um die jeweilige Ausgabe zu starten drücken Sie einfach den jeweiligen Buchstaben vor der Funktion - wie üblich unter Linux wird zwischen großen und kleinen Zeichen unterschieden - hier beispielsweise die Ausgabe rund um den Speicher durch die Taste m:

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - nmon - Speicher-Auslastung

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - nmon - Speicher-Auslastung

    Die Software kann natürlich nicht nur eine gewünschte Information anzeigen sondern so viele wie auf dem Bildschirm Platz haben, man gibt ganz einfach den nächsten passenden Buchstaben ein:

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - nmon - mehr Informationen

    Software unter Linux am Terminal um das System zu beobachten - nmon - mehr Informationen

    Man will sich natürlich nicht jeden Buchstaben für jede Information merken - so drückt man einfach die Taste h um sich die Hilfe anzeigen zu lassen, die selbe Taste führt wieder zurück. Um eine nicht mehr benötigte Information auszublenden drückt man die jeweilige Taste mit der man diese gestartet hat. Zum beenden der Software genügt die Taste q.

    Noch mehr Informationen direkt vom System holen Sie sich natürlich direkt aus der Zentrale mit Systemd.

    Mehr Tipps rund um das Terminal finden Sie im Linux Bibel Terminal-Wiki

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