Linux Bibel online ~ SSD trimmen

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz.

Change language by Google translator: ...

SSD-Festplatten (Shared State Disk) sind im Gegensatz zu alten mechanischen Platten extrem schnell, dies kommt vor allem dadurch das sie keine mechanischen Teile haben die sich bewegen müssen um an die gewünschten Daten zu kommen. Statt dessen arbeiten diese Speicher ähnlich wie ein USB-Stick.

Ein kleines Problem gibt es bei diesen Dingern unter Linux jedoch noch immer, löscht man Dateien welcher Art auch immer werden diese zwar vom Dateisystem des Betriebssystems gelöscht und wieder als freier Platz markiert - doch der Controller der Festplatte merkt davon nichts, die Festplatte gibt diesen Speicher also nicht tatsächlich frei womit der real freie Platz immer weniger wird - es gilt dem Controller der Festplatte also zu zeigen welcher Platz auf der Festplatte tatsächlich nicht mehr belegt ist.

Nun könnte man fragen warum dies das Betriebssystem nicht von selbst tut - Microsoft Windows tut dies zum Beispiel - doch jedes mal wenn eine Datei gelöscht wird und dies ist gerade bei SSD's nicht sonderlich gut. Auch wenn SSD's inzwischen viel besser wurden - jeder Zugriff auf die Platte verkürzt das Leben um ein ganz klein wenig - darum überlassen diese Aufgabe die meisten Distributoren dem Nutzer, oder besser gesagt dem Administrator des Systems, bis auf Ubuntu.

Ob dieses so genannte Trimmen von Ihrer Distribution automatisch erledigt wird oder nicht lässt sich einfach durch einen Blick in die System-Verzeichnisse "/etc/cron.daily cron.weekly cron.monthly" fest stellen, findet sich darin eine Datei mit der Bezeichnung "fstrim" geschieht dies je nach Verzeichnis täglich, wöchentlich oder auch monatlich. Ist dies nicht der Fall lässt sich dies händisch oder auch automatisch erledigen.

Gleich einmal zu Beginn - öfters als wöchentlich ist absolut nicht nötig, selbst wenn man es einmal monatlich erledigt sollte es keine Probleme geben wenn man nicht täglich Gigabyte große Dateien erstellt und wieder löscht und die Festplatte nicht allzu klein ist.

Als erstes wollen wir uns einmal den Befehl ansehen, dieser nennt sich einfach:

fstrim optionen

Der Befehl kann nur vom Administrator des Systems genutzt werden, in aktuellen Distributionen - egal welches Dateisystem genutzt wird lassen sich gleich alle eingehängten Partitionen auf einen Schlag trimmen - dazu nutzt man folgende Optionen:

fstrim -v -a

Je nach Größe der Festplatte(n) kann dies nun einige Sekunden dauern, wird die Option "-a" nicht unterstützt bricht der Befehl sofort ab und man muss jede Partition von Hand trimmen was jedoch auch keine große Aufgabe ist, also etwa für die Partitionen "/" und "/home":

fstrim -v / fstrim -v /home

Für die SWAP-Partition ist dies nicht nötig. Das Trimmen dauert wie schon beschrieben je nach Größe einige Sekunden, danach wird die getrimmte Größe angezeigt und die Geschichte hat sich erledigt.

Möchte man dies automatisieren läuft dies am einfachsten indem man sich eine neue Textdatei anlegt die man ganz einfach passend "fstrim" nennt und daraus ein Script bastelt:

#!/bin/bash /sbin/fstrim -a

Die Option "-v" kann man in diesem Fall weg lassen denn diese gibt nur eine genauere Anzeige aus (getrimmte Größe). Man macht die Datei als Administrator auf dem Terminal ausführbar:

chmod +x fstrim

Nun verschiebt man die Datei ebenfalls mit Administrator-Rechten in das passende Verzeichnis (wie oben beschrieben) - etwa ebenfalls gleich über das Terminal als wöchentliche Aufgabe:

mv fstrim /etc/cron.weekly

Schon wird die Aufgabe einmal wöchentlich gestartet.

Mehr Tipps rund um das Terminal finden Sie im Linux Bibel Terminal-Wiki

Suche Nach oben Startseite Mail an den Autor Links rund um Linux









SiteLock