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Screenshots und Screencasts - also Fotos und Videos vom Desktop oder von Fenstern am Desktop können mehreren Zwecken dienen, neue Software präsentieren, Nutzern zeigen wie etwas funktioniert und so weiter und so fort. Gerade unter Linux ist Software für diese Zwecke besonders gefragt - kann sie doch etwa Microsoft Windows-Nutzern zeigen das Linux gar nicht so anders ist als Windows.

In diesem Beitrag geht es nun um eben solche Software.

Ksnapshot / Spectacle / GNOME-Screenshot / Xfce4-Screenshooter

Ksnapshot ist die Standard-Software unter KDE um Bildschirm-Fotos aufzunehmen, ab den KDE-Tools 5.20 ersetzt die Software Spectacle Ksnapshot und hat eigentlich fast die selben Funktionen. Ksnapshot findet sich im KDE-Menü im Bereich "Grafik", alternativ starten Sie über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

ksnapshot

Auch Spectacle ist im selben Menü zu finden, alternativ starten Sie durch den Befehl:

spectacle

Auch ist natürlich der Start durch diverse Tastenkombinationen möglich, so startet etwa die Taste "Druck" einen Screenshot des kompletten Bildschirms - die Software öffnet sich im Fenster das Bild wird jedoch nicht automatisch gespeichert, "Super + Druck" (Super ist besser als Windows-Taste bekannt) macht einen Screenshot vom aktuell aktiven Fenster - das Fenster von Ksnapshot oder Spectacle öffnet sich in diesem Fall gar nicht sonder speichert den Screenshot im Normal-Fall im Home-Verzeichnis unter "Bilder". Durch "Umschalt + Druck" wird ein Bild vom kompletten Desktop automatisch angefertigt ohne das Fenster der Software zu öffnen.

Spectacle & Ksnapshot - Screenshots unter Linux / KDE

Spectacle & Ksnapshot - Screenshots unter Linux / KDE

Der optische Unterschied zwischen Ksnapshot und Spectacle ist nur marginal, über die Schaltfläche "Bereich" wählen Sie aus ob Sie den kompletten Bildschirm, ein einzelnes Fenster oder nur einen selbst gewählten Bereich aufnehmen wollen und unter "Verzögerung" geben Sie in Sekunden ein wann die Aufnahme starten soll, über die "Aufnahme-Einstellungen" wählen Sie zusätzliche Optionen. Über "Bild exportieren" können Sie das aufgenommene Bild an eine andere Anwendung weiter reichen, mit "Speichern unter" können Sie das Verzeichnis wählen oder auch gleich direkt in die Einstellung der Software kommen.

Unter der Desktop-Umgebung GNOME sowie unter Ubuntu's Unity finden Sie die Software Gnome-Screenshot" die sich ebenfalls über die selben Tastenkombinationen starten lässt und ähnliche Funktionen wie Spectacle bietet.

Unter XFCE hingegen finden Sie die Software Xfce4-Screenshooter die sich ebenfalls über die selben Tastenkombinationen öffnen lässt, alternativ starten Sie über den Schnellstarter oder über das Terminal durch den Befehl:

xfce4-screenshooter

Xfce4-Screenshooter - Screenshots unter XFCE

Xfce4-Screenshooter - Screenshots unter XFCE

Die Software ist zwar minimal gehalten - bietet jedoch alles was nötig ist.

Shutter

Will man etwas mehr als die bereits genannten Werkzeuge liefern sollte man sich die Software Shutter ansehen die Sie unter auf Debian basierenden Systemen wie etwa Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "shutter" installieren.

Nach der Installation finden Sie die Software im Anwendungsmenü im Bereich "Grafik", alternativ starten Sie wie üblich über den Schnellstarter (Alt - F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

shutter

Beim ersten Start prüft die Software die installierten Plugins und startet dann die eigentliche Software:

Shutter - Screenshots unter Linux

Shutter - Screenshots unter Linux

Über die einzelnen Schalter nehmen Sie einzelne Fenster, den ganzen Desktop, rechteckige Bereiche, einzelne Menüs oder virtuelle Arbeitsflächen oder auch Tooltips auf. Das aufgenommene Bild findet sich nun im Fenster der Anwendung:

Shutter - Screenshots unter Linux

Shutter - Screenshots unter Linux

Das aufgenommene Bild wird automatisch im Home-Verzeichnis des Nutzers im Verzeichnis "Bilder" gespeichert - das Menü Bildschirm-Foto bietet nun an das aktive Bild zu einem Dienst oder einen Ihrer Server per FTP oder SSH hoch zu laden:

Shutter - Screenshots unter Linux - Bild weiter bearbeiten

oder dieses mit vor gefertigten Effekten zu versehen:

Shutter - Screenshots unter Linux

Shutter - Screenshots unter Linux - Effekte

Woraus beispielsweise ein Polaroid entstehen könnte:

Shutter - Screenshots unter Linux

Shutter - Screenshots unter Linux - Effekt

Beenden Sie Shutter über die "Schließen"-Schaltfläche wird die Software nicht komplett beendet sondern minimiert sich in die Kontrollleiste oder das Panel.

Gtk-Recordmydesktop

Eine Software mit der sich Videos vom kompletten Bildschirm wie auch von einzelnen Fenstern oder rechteckigen Regionen aufnehmen lassen. Dies ist wohl die bekannteste Software unter Linux für Bildschirm-Videos, mit dieser wurden auch die Aufnahmen erstellt die auf der Startseite zu sehen sind.

Sie installieren die Software unter auf Debian basierenden Systemen wie Ubuntu, Kubuntu oder Linux Mint ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "gtk-recordmydesktop".

Nach der Installation der Software finden Sie diese im Anwendungsmenü im Bereich "Multimedia", alternativ starten Sie über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

gtk-recordmydesktop

Gtk-Recordmydesktop - Screencasts unter Linux

Gtk-Recordmydesktop - Screencasts unter Linux

Standardmäßig nimmt die Software den kompletten Bildschirm auf, ein Fenster lässt sich über die Schaltfläche ganz links unten wählen. Über die Regler rechts oben wählen Sie die Bild- und Audio-Qualität oder deaktivieren den Ton komplett. Über die Schaltfläche darunter gelangen Sie in die Einstellungen - die jedoch nur selten geändert werden müssen. Durch einen Klick auf die Schaltfläche "Aufnahme" startet die Aufzeichnung, während dieser verschwindet das Fenster der Software, diese minimiert sich zu einem kleinen Icon in der Kontrollleiste oder im Panel - ein Klick darauf stoppt die Aufnahme. Nach dem Stoppen öffnet sich ein neues Fenster - in diesem wird das Video nun fertig gestellt - unterbrechen Sie diesen Vorgang verabschiedet sich das Video ins Nirvana. Die Software erstellt nur Videos im OGV-Format (Theora), also einem freien Format - das jeder Player und jeder Webbrowser unter Linux abspielen kann (unter normalen Umständen sollte dies auch unter Windows so sein - zumindest VLC spielt dieses Format auch unter Windows ab). Konvertieren lässt sich das Video mit unterschiedlicher Software - etwa durch solche.

Weitere ähnliche Software wäre etwa "byzanz", "kazam" oder auch "vokoscreen" die sich alle durch die gleichnamigen Pakete installieren lassen.

Key-mon

Stellen Sie sich vor Sie erstellen ein Bildschirm-Video, zeigen alle möglichen Tricks, klicken rechts und links mit der Maus - welche Tasten Sie jedoch aktuell mit der Maus drücken sieht niemand. Key-Mon ist eine Software die genau dieses Problem löst - sie zeigt welche Tasten der Maus Sie aktuell drücken, kann aber auch etwas mehr. Sie installieren die Software unter auf Debian basierenden Systemen ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "key-mon".

Nach der Installation finden Sie die Software im Anwendungsmenü im Bereich "Dienst-Programme", alternativ starten Sie über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

key-mon

Key-Mon - Gedrückte Maustasten in Screencasts unter Linux anzeigen

Key-Mon - Gedrückte Maustasten in Screencasts unter Linux anzeigen

Per Rechtsklick in das Fenster gelangen Sie in die Einstellungen der Software, hier lässt sich etwa konfigurieren welche Tasten zusätzlich zu sehen sein sollten - ebenfalls beenden Sie die Software hier.

Screenkey

Ein weiteres Problem bei Bildschirm-Videos sind etwa Tastenkombinationen, wie sollte man solche wohl in einem Video dar stellen? Richtig - mit der passenden Software, Screenkey ist eine solche. Jede Taste die Sie drücken zeigt die Software am Bildschirm auch für einige Sekunden an - (Vorsicht bei der Eingabe von Passwörtern). Sie installieren die Software unter auf Debian basierenden Systemen ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "screenkey".

Nach der Installation finden Sie die Software im Anwendungsmenü im Bereich "Dienst-Programme", alternativ starten Sie über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

screenkey

Die Software legt sich in den System-Bereich der Kontrollleiste oder des Panels und zeigt standardmäßig sofort jede gedrückte Taste:

Screenkey - Tastatureingaben unter Linux im Screencast anzeigen

Screenkey - Tastatureingaben unter Linux im Screencast anzeigen

Über das Kontext-Menü, also per Rechtsklick auf das Icon der Software können Sie die Ausgabe unterbrechen - "Show keys" (etwa bei Passwörtern) oder auch beenden.

Zur Weiter-Verarbeitung von Videos

Auch zur weiteren Verarbeitung von Bildschirm-Videos gibt es natürlich passende Software - etwa Kdenlive.

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