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Rsync ist eine Software auf dem Terminal mit der sich Verzeichnisse und ganze Verzeichnis-Bäume abgleichen lassen, dies können Verzeichnisse auf der selben Festplatte sein, auf anderen Datenträgern oder auch im lokalen Netzwerk wie auch Rechner im Internet. Viele Nutzer benutzen diese Software auch um Backups zu erstellen, die Software arbeitet dabei extrem Präzise.

Rsync installieren

Unter normalen Umständen ist diese Software nicht automatisch unter Linux installiert, dies lässt sich jedoch problemlos unter auf Debian basierenden Distributionen wie etwa auch Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter nach holen. Sie nutzen einfach die Paket-Verwaltung und installieren das Paket "rsync".

Rsync nutzen

Rsync wird wie schon beschrieben auf dem Terminal genutzt und besitzt zahlreiche Optionen mit denen die Software gesteuert wird und funktioniert auf lokalen Dateisystemen wie auch über das Netzwerk. Die grundsätzliche Syntax der Software lautet ganz einfach:

rsync Quelle Ziel

Wollen wir uns zu Beginn ein ganz einfaches Beispiel ansehen, ich habe in meinem Home-Verzeichnis das Verzeichnis "Dokumente", also "/home/robert/Dokumente", dieses Verzeichnis möchte ich abgleichen und zwar auf dem USB-Stick namens "/dev/sdc1/Sicherung", "Sicherung" ist sozusagen ganz einfach das Ziel-Verzeichnis, hier würde nun folgender Befehl genügen:

rsync -a /home/robert/Dokumente /dev/sdc1/Sicherungen

Die Option "-a" dient einfach dazu alle Rechte an den Dateien und Verzeichnissen beizubehalten, dazu muss auf dem Ziel-Datenträger natürlich ein entsprechendes Linux-Dateisystem vorhanden sein, NTFS oder FAT funktioniert nicht. In diesem Fall wird nun das komplette Verzeichnis "Dokumente" mit Inhalt und Unterverzeichnissen übertragen, würde ich hinter dem Quell-Verzeichnis "Dokumente" nun noch einen Schrägstrich setzen - also:

rsync -a /home/robert/Dokumente/ /dev/sdc1/Sicherungen

würde nicht das Verzeichnis "Dokumente" übertragen sondern nur der tatsächliche Inhalt dieses Verzeichnisses. Die selbe Geschichte funktioniert natürlich auch über das lokale Netzwerk bis hin über das komplette Internet, dazu nutzt Rsync optimalerweise die sicher Verbindung SSH. Nun möchte ich wieder das selbe Verzeichnis, also "Dokumente" auf dem Rechner "linux-bibel-online.org" senden und zwar in das Verzeichnis "/home/robert", SSH nutzt die Software dabei automatisch, dies erfordert natürlich das Sie das Passwort des Nutzers auf dem Zielrechner nach Abfrage angeben, also ganz einfach:

rsync -a /home/robert/Dokumente benutzername@linux-bibel-online.org:/home/robert

Wird eine Übertragung aus welchem Grund auch immer abgebrochen und man startet den Befehl erneut fährt die Software dort fort wo abgebrochen wird. Nun wollen wir uns die wichtigsten Optionen dieser hilfreichen Software ansehen; "-a" - wie schon beschrieben werden durch diese Option alle Rechte an den Dateien und Verzeichnissen beibehalten, "-n" testet den Vorgang nur überträgt aber keine Dateien und Verzeichnisse wirklich, man könnte also sehen ob alles richtig verlaufen würde, "-v" zeigt eine sehr ausführliche Ausgabe während der Übertragung und "-z" nutzt Daten-Komprimierung für die Übertragung was etwa bei langsameren Verbindungen vorteilhaft ist. "--progress" zeigt einen Fortschrittsbalken, "--delete" sollte man mit Vorsicht nutzen - alles was schon einmal übertragen wurde abet im Quell-Verzeichnis nicht mehr vorhanden ist wird auch im Ziel-Verzeichnis gelöscht, durch "--exclude=Muster" kann man Dateien von der Übertragung ausnehmen, also um etwa alle automatischen Sicherungen namens ".bak" auszunehmen:

rsync -a --exclude=\.bak /home/robert/Dokumente benutzername@linux-bibel-online.org:/home/robert

Hat man schon einmal eine Übertragung vor genommen und startet den Befehl erneut werden dann nur noch neue Dateien und Verzeichnisse sowie dazwischen veränderte übertragen, die Software synchronisiert also nur noch.

Wie schon beschrieben kann man mit Rsync so einige Optionen nutzen, diese finden sich auf seiner Manpage durch den Befehl:

man rsync

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