Linux Bibel online ~ Raspberry Pi - Streaming

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Raspberry Pi als Musik-Streaming-Server

Eine der einfachsten Anwendungen für den Raspberry Pi ist diesen als Streaming-Server für Musik zu nutzen, das ganze Haus oder mehr wird über diesen Kleinen Rechner mit gewünschter auf ihm gespeicherter Musik versorgt, egal ob über WLAN/WIFI oder über Ethernet (Netzwerk-Kabel), grafische Software die darauf zugreifen kann gibt es unter Linux ohne Ende, auch für Android oder iPhone/iPad.

In diesem kleinen Beispiel werden wir auf MPD setzen, den "Music Player Daemon", dies ist ein Server der ohne viel Schnickschnack und ohne grafische Oberfläche arbeitet - also den Pi nur sehr wenig belastet.

MPD installieren

Die Installation läuft unter Raspbian sehr einfach und schnell ab, da Raspbian auf Debian basiert installiert man diesen Server am einfachsten schnell über das Terminal über die Paket-Verwaltung durch das Paket "mpd" - also ganz einfach:

sudo apt-get install mpd mpc alsa-utils

Nach der Installation wollen wir erst einmal sehen ob seine Konfigurationsdatei die sich unter dem Namen "/etc/mpd.conf" findet schon vorhanden ist:

ls /etc/mpd.conf

Wird die Datei angezeigt ist sie da wo sie sein sollte, ist dies nicht der Fall oder man will diese komplett neu erstellen aus welchem Grund auch immer geschieht dies durch den Befehl:

sudo dpkg-reconfigure -plow mpd sudo modprobe snd_bcm2835 sudo amixer cset numid=3 1 sudo alsactl store

Diese lässt sich nun einfach durch den Texteditor Nano bearbeiten:

sudo nano /etc/mpd.conf

Gleich zu Beginn der Datei geht es um die Verzeichnisse in denen die Software Musik und Playlisten finden kann - hier wäre gleich einmal der Standard-Eintrag:

music_directory "/var/lib/mpd/music" playlist_directory "/home/pi/music"

Diese dürfen Sie nicht ändern denn MPD liest Dateien ausschließlich aus diesen Verzeichnissen. Kopieren Sie Ihre Musik-Dateien also nach "/var/lib/mpd/music" (natürlich als Administrator).

Weiters ist es noch wichtig das der Daemon als Nutzer "audio" läuft, dies setzen wir zur Sicherheit durch den Befehl:

sudo chmod g+w /var/lib/mpd/music sudo chgrp audio /var/lib/mpd/music

fest. Damit der Server über unser LAN/WLAN auch erreichbar ist ändern wir in der Datei "/etc/mpd.conf" den Eintrag:

bind_to_address "localhost"

in:

#bind_to_address "localhost"

um. Nun passen wir hier ebenfalls die Sound-Einstellungen an - damit die Lautstärke über die Klient-Software gesteuert werden kann, wir ändern den Eintrag:

audio_output { type "alsa" name "My ALSA Device" device "hw:0,0" # optional format "44100:16:2" # optional mixer_device "default" # optional mixer_control "PCM" # optional mixer_index "0" # optional }

in:

audio_output { type "alsa" name "My ALSA Device" device "hw:0,0" # optional # format "44100:16:2" # optional # mixer_device "default" # optional # mixer_control "PCM" # optional # mixer_index "0" # optional }

um.

Für den nächsten Tipp müssen Sie verstehen das MPD nur eine einzige Einstellung akzeptiert, entweder nutzen Sie die obere Einstellung - die gebräuchlichste oder die untere oder eben eine andere.

Möchten wir später den Server auch via Webbrowser steuern ändern wir noch folgenden Eintrag:

#audio_output { # type "httpd" # name "My HTTP Stream" # encoder "vorbis" # optional, vorbis or lame # port "8000" # bind_to_address "0.0.0.0" # optional, IPv4 or IPv6 # quality "5.0" # do not define if bitrate is defined # bitrate "128" # do not define if quality is defined # format "44100:16:1" # max_clients "0" # optional 0=no limit #}

in diesen um:

audio_output { type "httpd" name "My HTTP Stream" encoder "vorbis" # optional, vorbis or lame port "8000" # bind_to_address "0.0.0.0" # optional, IPv4 or IPv6 quality "5.0" # do not define if bitrate is defined # bitrate "128" # do not define if quality is defined format "44100:16:1" # max_clients "0" # optional 0=no limit }

Sie können statt ALSA natürlich auch Pulseaudio, Jack, OSS oder was auch immer nutzen, haben Sie die Einstellungen vor genommen und gespeichert gilt es den Server neu zu laden:

sudo service mpd restart sudo mpc update

Damit Raspbian die Soundkarte auch dann lädt wenn keine grafische Oberfläche gestartet wird bearbeiten Sie noch die Datei "/etc/modules":

sudo nano /etc/modules

und tragen folgende neue Zeile ein:

snd_bcm2835

Nach einem Neustart des Systems greifen Sie nun entweder von einem Rechner mit Linux auf den MPD-Server zu, dazu nutzen Sie entweder "ario", "cantata", gimmix" oder "sonata" (alle über die Paket-Verwaltung verfügbar, für weitere Geräte wie etwa Microsoft Windows, Android, iPhone oder iPad wie MAC finden Sie hier eine Menge an grafischer Klients. (Artikel am 19.12.2016)

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