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Der erste Start

Nach dem Kopieren des Systems auf die SD-Karte ist das System auch schon bereit, schieben Sie die Micro-SD-Karte in den Slot des Raspberry, schließen Tastatur wie Maus an sowie das HDMI-Kabel an Fernseher / Computer-Bildschirm und an den Pi. Schalten Sie nun den Bildschirm an und stellen auf HDMI - nun schließen Sie das Smartphone-Ladegerät an - damit startet der Mini-Rechner automatisch. Sie sehen zu Beginn kurz das Boot-Logo, von Ihnen ist keine Interaktion nötig. Nach kurzer Zeit sieht man das Logo des neuen Pixel-Desktops der gleich starten wird - dies dauert einige Sekunden:

Raspberry Pi - Pixel-Desktop

Raspberry Pi - Pixel-Desktop

Wie man hier sieht ist der Desktop klassisch und einfach aufgebaut - selbst Windows-Anwender sollten damit problemlos zurecht kommen. Die erste Einstellung die Sie nun vornehmen sollten ist das System an Ihre Sprache anzupassen, dies geschieht über das Menü "Preferences / Raspberry Pi Preferences:

Raspberry  Pi - Sprache und Tastaturlayout ändern

Raspberry Pi - Sprache und Tastaturlayout ändern

Gehen Sie der Reihe nach die Einstellungen durch und stellen auf Ihre Sprache um. Auf dem Reiter "System" gilt es nun das Passwort zu ändern - dies ist absolut notwendig, denn jeder Nutzer der den Raspberry Pi kennt kennt auch die Daten für den Login, pi als Nutzername und raspberry als Passwort, beides ist auch gleich der Administrator. Hier noch ganz wichtig, bisher nutzt Raspbian nur die vier GB auf der SD-Karte, klicken Sie also auf die Schaltfläche "Dateisystem erweitern", dies geschieht in wenigen Sekunden, starten Sie den Rechner neu ("Menü / Shutdown") und das System nutzt den gesamten Speicherplatz.

Netzwerk einrichten

Alle Netzwerkschnittstellen des Raspberry Pi funktionieren nach der Installation des Systems bereits ohne Probleme was uns der Befehl:

sudo ifconfig

zeigt:

Raspberry  Pi - Netzwerk

Raspberry Pi - Netzwerk

Am einfachsten wäre es nun den Pi ganz einfach mit einem Ethernet-Kabel mit dem Router zu verbinden, wir wollen aber natürlich auch wenn vorhanden den Rechner per WLAN mit diesem verbinden - Kabel entfallen auf diese Art und Weise. Dazu müssen Sie gar nicht viel wissen, wir starten auf dem Terminal den Befehl:

sudo nano /etc/network/interfaces

Dies öffnet im Terminal-Editor Nano die Datei "/etc/network/interfaces" deren Inhalt nun etwa so aussehen könnte:

# interfaces(5) file used by ifup(8) and ifdown(8) # Please note that this file is written to be used with dhcpcd # For static IP, consult /etc/dhcpcd.conf and 'man dhcpcd.conf' # Include files from /etc/network/interfaces.d: source-directory /etc/network/interfaces.d auto lo iface lo inet loopback iface eth0 inet manual auto usb0 allow-hotplug usb0 iface usb0 inet dhcp allow-hotplug wlan0 iface wlan0 inet manual wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf allow-hotplug wlan1 iface wlan1 inet manual wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

Wir bewegen nun den Curser mit den Pfeil-Tasten ganz nach unten und fügen folgende Zeilen als neue Zeilen hinzu:

iface wlan0 inet dhcp wpa-ap-scan 1 wpa-scan-ssid 1 wpa-ssid "WLAN-Name" wpa-psk "WLAN-Passwort"

Wir speichern die Datei durch die Tastenkombination "Strg + O", bestätigen das Speichern mit der Eingabe-Taste und schließen den Editor durch "Strg + X", nun starten wir das Netzwerk neu durch den Befehl:

sudo service networking restart

Das System sucht nun nach dem Netzwerk und verbindet sich mit diesem falls Sie natürlich "WLAN-Name" und "WLAN-Passwort" richtig gesetzt haben.

Per Ethernet-Kabel ändern Sie folgenden Eintrag:

iface eth0 inet manual

in folgenden um:

iface eth0 inet dhcp

um und starten ebenfalls das Netzwerk neu.

Um mit dem Pi über UMTS oder LTE ins Internet zu gelangen installieren Sie das Paket "umts-modeswitch" (bei sehr aktuellen Versionen von Raspbian schon installiert) sowie "network-manager-gnome" - nach einem Neustart des Systems findet sich das entsprechende Icon im Panel zur wirklich sehr einfachen Konfiguration.

System aktualisieren

Das erste wenn über ein Netzwerk verfügt sollte das Update des kompletten Systems sein, dies erfolgt am einfachsten und schnellsten über das Terminal durch die Befehle:

sudo apt-get update sudo apt-get upgrade sudo apt-get dist-upgrade sudo rpi-update

Der letzte Befehl ist selbst Debian-Nutzern nicht bekannt - er aktualisiert den Kernel des auf den Raspberry Pi getrimmten Kernels.

Software installieren / deinstallieren

Das der Raspberry Pi mit Raspbian auf Debian basiert können Sie ohne Probleme die Anleitung auf der Linux Bibel von APT Software verwalten nutzen. Nicht wirklich jede Software von Debian wurde auf die ARM-Architektur portiert - doch jegliche System-Software und ein ganzer Arsch voll mit Anwendungen für den Nutzer. Etwas einfacher für Umsteiger ist die grafische Software-Verwaltung die Sie im Menü "Einstellungen / Add - Remove Software" finden:

Raspberry Pi - Software installieren / deinstallieren

Raspberry Pi - Software installieren / deinstallieren

So wie etwa in diesem Bild die Suche nach Firefox und dessen Sprach-Dateien. Die grafische Oberfläche basiert weitestgehend auf Synaptic und ist so sehr einfach zu bedienen.

Sicherheit

Bei der Sicherheit geht es mittels Raspbian ähnlich wie bei Debian zu, eventuelle Fehler und Lücken werden so schnell wie möglich korrigiert, es liegt nur an Ihnen Aktualisierungen auch einzuspielen, etwas weiter oben sehen Sie schon die Aktualisierung des Systems - unter normalen Umständen sollte dies einmal die Woche genügen. Auch die Firewall wird wie unter Debian aktiviert und konfiguriert. Sie haben die einfache Möglichkeit via GUFW - also selbst für Einsteiger sehr einfach zu nutzen und die professionelle via Iptables. Die Firewall spielt vor allem dann eine große Rolle wenn Sie mit dem Pi mehr machen wollen als nur surfen.

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