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Wenn man sich unter Microsoft Windows mit professionellen Statistiken befasst kommt man oft gleich einmal mit der IBM-Software SPSS in Berührung - die Software ist natürlich erst einmal alles andere als billig und zweitens sind die Lizenz-Praktiken auch alles andere als angenehm, unter anderem läuft die Software unter Linux nicht. Hier macht sich jedoch die freie Alternative PSPP breit, diese Software ist zwar noch nicht so ausgereift wie die kommerzielle Software von IBM und hat auch noch nicht alle dessen Funktionen - doch wenn man es nicht übertreibt kommt man mit PSPP ohne Probleme aus. In diesem Beitrag werden wir diese Software etwas näher kennen lernen.

PSPP installieren

Unter auf Debian basierenden Systemen wie Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter installieren Sie die Software ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "pspp".

PSPP nutzen

Nach der Installation finden Sie die Software im Anwendungsmenü im Bereich "Lern-Programme", alternativ starten Sie die Software über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

psppire

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux

Das erste was man nun tun sollte ist einen Fragebogen zu entwerfen zu dem man später die Daten erhalten möchte um diese auszuwerten. Sie finden dazu ganz unten im Fenster zwei Reiter, die "Daten-Ansicht" und die "Variablen-Ansicht", um nun einen Fragebogen zu entwerfen nutzt man die "Variablen-Ansicht":

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten-Ansicht

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Fragebogen entwerfen

Fragen legt in PSPP mittels Variablen an, jede einzelne Frage ist also eine neue Variable - Variablen kennt man ganz einfach als veränderliche Werte. Nun sieht man im Screenshot das jede Variable aus mehreren Spalten besteht, die erste Spalte namens "Variable" ist ganz einfach eine fort laufende Nummer die die Software automatisch vergibt, die Spalte "Name" bezeichnet ganz einfach den Namen der Variable und dann folgt die Spalte "Typ" - wie auch in einer Datenbank gibt man hier für jede Variable den Typ des Wertes ein den man eingeben kann, dazu zählen der "String" - ganz einfach Text und "Numerisch" also Zahlen. Die Spalte "Spalten-Breite" gibt die maximale Länge des einzugebenden Wertes in Zeichen an und "Dezimalstellen" die möglichen Dezimalstellen bei numerischen Werten. Unter "Beschriftung" gibt man mögliche Beschriftungen ein die später in Grafiken oder Tabellen erscheinen sollen, unter "Wertelabels" lassen sich numerische Werte interpretieren - so lassen sich später wenn gewünscht Werte nur noch mit den Zahlen "1", "2" oder "3" angeben wenn diese passend verknüpft sind. Unter "Fehlende Werte" lässt sich wenn gewünscht ein Standard-Wert angeben wenn eine Frage etwa nicht beantwortet wurde. Die restlichen Spalten sind dann eher nicht wesentlich.

Um den Fragebogen nun zu erstellen klickt man nun ganz einfach in die jeweilige Spalte und gibt die passenden Optionen ein:

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten-Ansicht

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Fragebogen entwerfen

Beim Typ und ähnlichen Geschichten öffnet sich ein passendes Fenster über das sich die gewünschten Optionen setzen lassen:

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten-Ansicht

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Fragebogen erstellen

Nach Erstellung einer Variable erscheint automatisch eine neue leere Variable die sich nutzen lässt:

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten-Ansicht

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Fragebogen erstellen

Hat man seinen Fragebogen nun erstellt gilt es diesen zu speichern - um nun die nötigen Daten in den Fragebogen einzugeben wechselt man zurück auf den Reiter "Daten-Ansicht" wo der Fragebogen nun erscheint:

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Erstellter Fragebogen

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Erstellter Fragebogen

Man klickt nun einfach in die passende Spalte und gibt den entsprechenden Wert ein - mit der Tabulator-Taste wechselt man am einfachsten in das nächste Feld - somit öffnet sich auch eine weitere Zeile zur Eingabe der Daten:

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten-Beispiel

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten eingeben - hier beispielsweise die Besucher der Linux Bibel innerhalb einer Stunde

Erfasste Daten können nun wenn gewünscht in andere Formate exportiert werden, dazu klickt man ganz einfach auf das Speichern-Icon - es öffnet sich ein neues Fenster:

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten speichern und exportieren

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten exportieren

Hier nutzen Sie nun einfach das Menü "Datei / Exportieren" - zu den möglichen Formaten zählen natürlich auch PDF-Dateien wie auch CSV. Um die Daten auszuwerten gibt es viele Möglichkeiten, die einfachste wäre etwa durch das Menü "Analysieren / Deskriptive Statistiken / Häufigkeiten":

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten auswerten

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten auswerten

Wählen Sie die zu nutzenden Daten, klicken auf "Diagramme" oder "Häufigkeitstabellen" und wählen die passenden Optionen und klicken auf "OK":

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux - Daten auswerten

PSPP - professionelle Statistiken unter Linux

Dies war natürlich nur ein sehr kleiner Einstieg und ein wirklich sehr einfaches Beispiel - die Software kann jedoch noch sehr viel mehr und ist deshalb problemlos eine passende Alternative zu SPSS und ähnlicher Software. Eine weitere Hilfe bietet natürlich das Handbuch der Software das Sie im Hilfe-Menü oder auch unter GNU PSPP finden.

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