Linux Bibel online ~ KVM

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Um Windows-Systeme oder andere zu virtualisieren nutzen die meisten Nutzer unter Linux VirtualBox, die Software ist einfach zu bedienen doch hat auch einige Nachteile, VirtualBox ist erstens langsam, KVM ist schnell da es direkt auf den Kernel zu greift, KVM kann nicht nur solche Rechner emulieren die man typischerweise auch real nutzt - also beispielsweise ein 64Bit-System auf einem 64Bit-Rechner sondern etwa auch problemlos ein Android-System das normalerweise auf einem Smartphone läuft - eigentlich jedes System und vor allem ist es absolut freie Software ...

KVM installieren

Wichtig ist das Ihre eingebaute CPU die Fähigkeit besitzt zu virtualisieren, dies tut eigentlich jede heutige auch bis zu zehn Jahre ältere - bei den meisten Rechnern muss diese Fähigkeit erst im BIOS oder UEFI aktiviert werden. Dazu suchen Sie im BIOS oder UEFI ganz einfach nach den Einstellungen der CPU - meist ist es die einzige dort verfügbare Option. Nach einem Neustart läuft nun auch KVM am System.

Zur Installation unter auf Debian basierenden Systemen wie natürlich auch Ubuntu, Kubuntu oder Linux Mint nutzen Sie einfach die Paket-Verwaltung und installieren folgende Pakete: "aqemu", "qemu-kvm" und "qemu-system". Nach der Installation gilt es diejenigen Nutzer zur Gruppe "kvm" hinzu zu fügen die mit KVM arbeiten - also emulierte Systeme nutzen dürfen sollen, am einfachsten natürlich als Administrator am Terminal durch den Befehl:

usermod -aG kvm nutzer_name

Nach einer Ab- und wieder Anmeldung ist die Regelung aktiv.

KVM nutzen

Durch das Paket "aqemu" haben wir uns auch eine grafische Oberfläche für KVM installiert die wir nun im Anwendungsmenü im Bereich "System" finden, alternativ starten Sie durch den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal über den Befehl:

aqemu

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Einrichten

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Einrichtung

Beim ersten Start gilt es die Software selbst einzurichten - hier ist nicht viel Arbeit nötig, im ersten Fenster bietet sich die Möglichkeit im Home-Verzeichnis liegendes Verzeichnis anzugeben in dem die virtuellen Maschinen dann gespeichert werden - Sie können die Vorgabe einfach so lassen wie sie ist.

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Einrichten

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Einrichtung

Nun gilt es der Software zu zeigen wo Qemu eigentlich liegt - klicken Sie einfach auf "Search" - die Software findet die Installation automatisch. Nun öffnet sich das Fenster von Aqemu:

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung

Als erstes gilt es nun natürlich eine neue virtuelle Maschine anzulegen, dazu klicken Sie einfach auf die Schaltfläche mit dem Plus (+):

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Unter normalen Umständen wählen Sie hier ganz einfach die typische Konfiguration - also die Vorgabe, gehen Sie nun weiter:

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Hier geht es nun um die Wahl des Betriebssystems - wählen Sie Ihren Linux-Kernel, heute in der Regel 3.x (auch für Versionen darüber oder die gewünschte Windows-Version (für Windows 8.x und 10 wählen Sie ganz einfach Windows 7 - hier gibt es keine Unterschiede). Geht es nun um ein System das nicht auf X86 basiert, also etwa um Android oder andere Systeme aktivieren Sie "Custom" und wählen nun die Architektur und das Baujahr (ab 2010 Baujahr nutzen Sie einfach 2010).

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Nutzen Sie einen normalen Rechner oder Notebook belassen Sie hier die Einstellung "KVM", erst wenn es sich beim Host (also dem realen Rechner) oder dem Gast (dem virtualisierten System) nicht um ein X86-System handelt (also etwa Android) wählen Sie die Funktion "TCG".

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Nun vergeben Sie einfach einen Namen für das virtuelle System - dieses dient dann zur Auswahl wenn Sie mehrere anlegen.

Weiter geht es nun mit dem Anlegen der virtuellen Festplatte, grob gesagt einfach eine Datei auf der das gewünschte Betriebssystem dann installiert werden soll - Sie müssen nur die Größe der Datei angeben. Bei der Größe der Datei in Gigabyte kommt es natürlich auf das Betriebssystem an - so ziemlich jedes System mit Linux ist mit 10GB problemlos zufrieden, Windows XP benötigt minimal 10GB, Vista, 7, 8.x und 10 minimal 20GB:

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Weiter geht es damit ob das virtuelle System mit dem Internet kommunizieren darf oder nicht - im ersteren Fall wäre natürlich die obere Option die richtige:

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Maschine erstellen

Damit wäre das eigentliche Anlegen der virtuellen Maschine beendet und das Hauptfenster der Software bietet uns diese zu starten:

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Startmedium

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Startmedium

Was wir zuvor jedoch noch tun müssen ist diesem System noch etwas zum Starten geben, ein System das live läuft oder sich installieren lässt, also etwa eine CD/DVD im Laufwerk oder eine ISO-Datei auf dem dieses System liegt. Dazu klicken wir auf den Reiter "Media" wie im Bild oben dar gestellt und klicken in den meisten Fällen wohl auf die Schaltfläche mit dem CD-ROM-Laufwerk, hier wählen wir nun das Laufwerk in dem die CD/DVD liegt oder eben die ISO-Datei. Ist dies geschehen klicken wir ganz einfach auf die Schaltfläche mit dem Pfeil um die virtuelle Kiste zu starten:

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - System installieren

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - System installieren

Der Start oder die Installation verläuft genau so wie auch auf einem echten realen Rechner welcher Art auch immer, bei ARM-Systemen wie etwa Android dauert dieser einige Sekunden länger da hier auch der Prozessor vollständig emuliert wird - hier etwa die Installation von Windows XP gleich zu Beginn und hier etwas später:

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - System installieren

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - System installieren

Die Tastatur funktioniert unter normalen Umständen sofort, die Maus jedoch nicht, dazu müssen Sie erst in das Fenster selbst einmal klicken, die Maus ist dann in diesem Fenster gefangen - um sie wieder zu lösen drücken Sie die Tastenkombination "Strg + Alt". Hier ein Windows XP:

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Installiertes Windows 10

Qemu-KVM - Aquemu - Grafische Oberfläche zur Virtualisierung - Installiertes Windows 10

KVM bietet natürlich noch um viele Möglichkeiten mehr wie etwa den geteilten Verzeichnissen zwischen Gast und Host und vieles mehr - die nötigen Schaltflächen finden Sie auf den jeweiligen Reitern der Software - wie Sie an die geteilten Verzeichnisse heran kommen lesen Sie unter VirtualBox nach. Änderungen sind natürlich erst nach einem Neustart des virtuellen Systems verfügbar.

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