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Unter Google Drive finden Sie bereits eine Beschreibung wie man die Cloud von Google unter der Desltop-Umgebung GNOME recht einfach nutzen kann, will man jedoch nicht unbedingt mit GNOME's Dateimanager Nautilus arbeiten muss man sich an den Webbrowser halten was natürlich entsprechend umständlich ist - nein, eigentlich ist dies nicht der Fall, es gibt natürlich noch weitere Wege - einer der nicht ganz kostenlos ist durch die Software Insync - hier finden sich für mehrere Dateimanager eigene Debian-Pakete (darunter natürlich auch für Dolphin (KDE)) und auch für den Raspberry Pi, aber auch für den Dateimanager Caja, für Nemo, Nautilus und Thunar. Der nächste dafür kostenlose Weg führt über eine Software namens Ocamlfuse.

Insync

Insync ist kommerzielle Software, dies bedeutet man muss einmalig für die Anwendung bezahlen und kann diese dann ähnlich wie Google Drive oder dessen neuen Namen Backup & Sync unter Linux nutzen, zu Beginn kann man die Software einige Zeit kostenlos testen - danach ist aber eine einmalige Gebühr von 29.99€ oder gleich viele Dollar fällig, der kostenlose Test läuft für 15 Tage - anschließen bezahlen Sie entweder oder die Software funktioniert einfach nicht mehr.

Insync installieren und nutzen

Sie benötigen als erstes den Installer selbst den Sie unter Insync Installer finden, als erstes klicken Sie auf den Link für Linux namens "Installers", hier wählen Sie die Distribution, die Version der Distribution und die Prozessor-Architekur (32 oder 64 Bit), laden Sie diesen herunter. Er landet wie üblich meist im Verzeichnis "/home/username/Downloads" und nennt sich "insync_version-distribution-...deb", diesen installieren Sie nun wie üblich über einen Doppelklick darauf oder als Nutzer root auf dem Terminal durch den Befehl:

apt install /home/username/Downloads/insync_....deb

Die sich öffnende Nachfrage:

Google Drive-Klient Insync unter Linux installieren

Google Drive-Klient Insync unter Linux installieren

Der etwas umständlichere Weg führt über die Repositorys der Software, legen Sie Ubuntu oder Debian als Nutzer root auf dem Terminal eine neue dazu gehörige Datei an:

nano /etc/apt/sources.list.d/insync.list

mit folgendem Inhalt an:

deb http://apt.insynchq.com/debian stretch non-free contrib

Speichern Sie die Datei mittels Strg + o sowie mit der Bestätigung durch Eingabe und schließen den Editor mittels Strg + x. Nun laden Sie die Sicherheitsschlüssel als Administrator herunter:

apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys ACCAF35

Und installieren und die eigentliche Software:

apt update apt install insync

Dieser Weg mag zwar umständlicher erscheinen - die Software wird aber mit dem System mit aktualisiert was natürlich auch der Sicherheit dient.

Sie finden die Software nun im Anwendungsmenü im Bereich "Internet", alternativ starten Sie die Anwendung wie üblich über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

insync start

Die weitere einfache Anleitung wie Sie Insync nutzen lesen Sie einfach hier. Die weiteren Pakete für die Dateimanager nutzen Sie einfach per Rechtsklick auf ein Verzeichnis.

Ocamlfuse

Dieser Weg ist zwar zu Beginn etwas umständlicher, danach jedoch sehr einfach zu nutzen. Als erstes gilt es einige Pakete über die Paket-Verwaltung zu installieren, dazu zählen mindestens einmal folgende Pakete "opam ocaml make fuse camlp4 build-essential pkg-config", je nach Version der Distribution kann es sich dabei statt "camlp4" um "camlp4-extra" handeln (ältere Systeme), was tatsächlich noch zusätzlich benötigt wird sagt uns später der Installer der Software.
Ist dies geschehen arbeiten wir als normaler Nutzer am Terminal weiter:

opam init opam update opam install depext eval `opam config env` opam depext google-drive-ocamlfuse

Hier wäre es nun möglich das der Installer weitere Software bemängelt die es über die Paket-Verwaltung zu installieren gilt, wir brechen also mit Strg + c ab, melden uns am Terminal als Nutzer root an, nutzen Sie "sudo" wie etwa unter Ubuntu brauchen Sie sich nicht abzumelden sondern geben auf Nachfrage einfach das Passwort an. Unter Debian kopieren Sie die Liste der bemängelten Pakete und installieren diese mittels:

su apt install paket paket1 paket2 ...

Danach geht die Installation weiter als normaler Nutzer wieder mit:

opam depext google-drive-ocamlfuse opam install google-drive-ocamlfuse . /home/username/.opam/opam-init/init.sh > /dev/null 2> /dev/null || true

Wobei Sie "username" natürlich durch Ihren Nutzernamen ersetzen. Die Installation wäre erledigt, wir legen uns in unserem Home-Verzeichnis ein neues Verzeichnis an das wir beispielsweise einfach "Googledrive" nennen:

Google Drive-Klient unter Linux / KDE und allen anderen Desktop-Umgebungen nutzen

Google Drive-Klient unter Linux / KDE und allen anderen Desktop-Umgebungen nutzen

In diesem Verzeichnis werden wir nun ganz einfach unsere Synchronisierung mit Google Drive vornehmen, alles was Sie auf Google Drive gespeichert haben landet darin, alle Dateien und Verzeichnisse die Sie hinein kopieren oder verschieben landen auf dem Server von Google Drive. Wir starten also einen ersten Versuch mit dem genannten Verzeichnis, dazu benötigen wir vorerst wieder das Terminal:

google-drive-ocamlfuse Googledrive/

Nach kurzer Zeit startet der Webbrowser und Google fragt nach ob Sie dies auch zulassen wollen:

Google Drive-Klient unter Linux / KDE und allen anderen Desktop-Umgebungen nutzen

Google Drive-Klient unter Linux / KDE und allen anderen Desktop-Umgebungen nutzen

Bestätigen Sie die Nachfrage, sehen Sie dieses Fenster hat sich die Geschichte erledigt:

Google Drive-Klient unter Linux / KDE und allen anderen Desktop-Umgebungen nutzen

Google Drive-Klient unter Linux / KDE und allen anderen Desktop-Umgebungen nutzen

Öffnen Sie den Dateimanager und darauf hin natürlich das genannte Verzeichnis, es dauert je nach Internet-Geschwindigkeit einige Sekunden bis das Verzeichnis synchronisiert wurde und die Verzeichnisse und Dateien sichtbar werden:

Google Drive-Klient unter Linux / KDE und allen anderen Desktop-Umgebungen nutzen - synchronisiertes Verzeichnis

Google Drive-Klient unter Linux / KDE und allen anderen Desktop-Umgebungen nutzen - synchronisiertes Verzeichnis

Schieben Sie nun Dateien oder Verzeichnisse aus einem anderen Verzeichnis in dieses, oder kopieren solche, bearbeiten darin Dateien oder löschen solche werden diese wieder mit dem Server synchronisiert, spätestens nachdem Sie das Verzeichnis mittels:

fusermount -u Googledrive/

ausgehängt haben. Nachdem Sie das Terminal geschlossen haben wirkt der voran gegangene Befehl zum Starten der Synchronisierung nicht mehr, nun muss der Befehl:

.opam/system/bin/google-drive-ocamlfuse Googledrive/

genutzt werden, zum Beenden der Verbindung gilt wieder der alte Befehl. Über das Terminal ist diese Geschichte natürlich etwas umständlich wie sicherlich so einige Nutzer meinen werden, kein Problem - legen wir die entsprechenden Befehle einfach in das Anwendungsmenü. Unter KDE klicken wir ganz einfach rechts auf das Icon des Menüs und wählen "Anwendungen bearbeiten", wir suchen uns einen passenden Platz im Menü, etwa "Internet", klicken auf den Schalter "Neues Element" und vergeben einen Namen wie etwa "Google Drive starten", den Befehl:

.opam/system/bin/google-drive-ocamlfuse Googledrive/

sowie wenn gewünscht ein passendes Icon - etwa das das ich verwendet habe Gdrive-Start sowie Gdrive-Ende, die selbe Geschichte natürlich für das Beenden mit dem Befehl:

fusermount -u Googledrive/

Menü-Einträge für Google Drive unter Linux

Menü-Einträge für Google Drive unter Linux

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