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Dropbox ist einer der ältesten bekannten Cloud-Speicher, die Cloud dient heute dazu einfach Dateien zu sichern oder diese auf mehreren Geräten zu verteilen - also schnell und einfach darauf Zugriff zu haben. Ein Aspekt gegen öffentliche Cloud-Speicher ist natürlich das man seine Dateien auf einem fremden Server lagert - die meisten liegen dazu noch in der USA - jeder der einen öffentlichen Cloud-Speicher nutzen möchte muss also selbst wissen ob er dies will oder nicht. Für solche Fälle kann man die jeweiligen Dateien natürlich auch verschlüsseln, in diesem Beitrag werden wir Dropbox unter Linux nun etwas näher kennen lernen und natürlich auch wie man die Dateien vor dem Upload verschlüsselt und beim Download wieder entschlüsselt - alles natürlich bequem automatisch.

Dropbox installieren

Wie unter Microsoft Windows üblich bietet der Dienstleister Dropbox natürlich auch einen entsprechenden Klient für Linux, diesen finden Sie unter Dropbox zum Download, hier finden sich DEB-Pakete für auf Debian basierende Systeme, sowie für direkt auf Ubuntu basierende Distributionen zu denen etwa auch Kubuntu und Linux Mint gehören. Dazu findet sich auch noch ein RPM-Paket für Fedora das auch unter Mandriva, Mageia und open SuSE funktionieren sollte, auch ein Quelltext-Paket zum selbst kompilieren ist vorhanden. Die Pakete speziell für Distributionen finden Sie jeweils in 32 und 64Bit.

Das herunter geladene Paket installieren Sie unter auf Debian basierenden Systemen je nach Ausstattung per Klick auf das Paket oder gleich am Terminal über die Paket-Verwaltung durch den Befehl:

dpkg -i dropbox-version.deb apt-get install -f

oder auf aktuellen Systemen ganz einfach durch:

apt install /home/nutzername/Downloads/dropbox-version.deb

Damit Dropbox nun auch wirklich funktioniert muss man zusätzlich den Daemon der Software installieren - also die Software die die ganze Geschichte automatisiert, dies funktioniert ganz einfach als "normaler" Nutzer auf dem Terminal durch einen der folgenden Befehle, für 32Bit-Systeme:

cd ~ && wget -O - "https://www.dropbox.com/download?plat=lnx.x86" | tar xzf -

Unf für 64Bit-Systeme:

cd ~ && wget -O - "https://www.dropbox.com/download?plat=lnx.x86_64" | tar xzf -

Schließen Sie das Terminal nicht sondern führen gleich nach dem Download der Datei folgenden Befehl aus:

~/.dropbox-dist/dropboxd

Der Dienst startet nun automatisch mit dem System, jeder Nutzer der Dropbox nutzen will muss beide Befehle einmalig ausführen.

Dropbox nutzen

Um Dropbox nutzen zu können, 2 Gigabyte dazu haben Sie kostenlosen Speicher müssen Sie sich registrieren - dies funktioniert einfach unter Dropbox, haben Sie bereits einen Account den Sie von einem anderen Betriebssystem aus genutzt haben nehmen Sie natürlich ganz einfach die Zugangsdaten von diesem. Bei einer Neu-Registrierung erhalten Sie eine Email zur Bestätigung.

Nun, haben Sie das Paket für die Distribution sowie den Daemon installiert wurde automatisch der Webbrowser gestartet in dem sich Dropbox öffnet und fragt ob Sie diesen Rechner mit Dropbox verbinden wollen, bestätigen Sie dies - nun öffnet sich der Dateimanager mit der einzigen Datei die bereits in Ihrem Online-Speicher liegt:

Dropbox unter Linux nutzen

Dropbox unter Linux nutzen - Dateimanager

Damit läuft auch alles schon, die grafische Software wurde gestartet und zeigt sich als kleine Wolke im System-Bereich der Kontrollleiste (unter KDE) oder im Panel einer anderen Desktop-Umgebung. Per Rechtsklick auf dieses Icon kommen Sie an dessen Kontext-Menü und natürlich auch an die Einstellungen:

Dropbox unter Linux nutzen

Dropbox unter Linux nutzen - Einstellungen

Standardmäßig wird nur das automatisch erstellte Verzeichnis "Dropbox" synchronisiert - also alle Dateien und Verzeichnisse die Sie in dieses Verzeichnis verschieben oder hinein kopieren werden auf den Dropbox-Server geladen und alle die auf dem Server liegen landen wiederum in diesem Verzeichnis, in den Einstellungen lassen sich nun unter anderem weitere Verzeichnisse fest legen die synchronisiert werden sollen, der Automatische Start der Software anhalten (dann starten Sie einfach über das installierte grafische Programm im Anwendungsmenü im Bereich "Internet") und vieles mehr.

Installieren Sie den Dropbox-Klienten auf mehreren Systemen, dies funktioniert natürlich auch unter MAC OS, Windows, Android und iOS teilen Sie so ganz einfach Dateien zwischen unterschiedlichen Geräten und Systemen, mehr Speicherplatz auf dem Dropbox-Server kostet dann natürlich einige Euro.

Dropbox verschlüsseln

Warum nutzt man am liebsten Linux? Natürlich - man hat hier keine Dienste die einem die ganze Zeit verfolgen was man derzeit im Internet ansieht, mit wem man kommuniziert, was man gerade tippt oder spricht - richtig, Privatsphäre - wir wollen natürlich auch nicht das andere mitbekommen was wir auf einen Server stellen - schon gar nicht wenn es sich um private Dateien handelt.

Dies funktioniert unter Linux sehr einfach und schnell - jedoch kann man diese verschlüsselten Dateien dann nur unter Linux nutzen, natürlich kann man aber wie schon beschrieben weitere Verzeichnisse anlegen deren Inhalt sich automatisch verschlüsseln soll. Die ganze Geschichte funktioniert nun sehr einfach, wir installieren uns die nötige Software, mit dieser bestimmen wir welches Verzeichnis wir benutzen wollen. Was wir in dieses Verzeichnis verschieben oder kopieren soll auf den Dropbox-Server geladen werden - aber verschlüsselt, auf unserem lokalen Rechner sind die Dateien aber natürlich für uns offen zugänglich.

Software installieren

Als erstes wollen wir uns natürlich die Software zur Verschlüsselung installieren, dazu nutzen wir wie üblich die Paket-Verwaltung und installieren das Paket "encfs".

Dropbox-Verzeichnis verschlüsseln

Ich nehme jetzt einmal an Sie wollen nicht alle Dateien verschlüsseln die in Dropbox landen sollen sondern nur ein Teil, ich nehme jetzt als Beispiel einmal an Sie legen in Ihrem Home-Verzeichnis ein Verzeichnis namens "Verschlüsselt" an, alle Dateien die darin landen sollen verschlüsselt auf Dropbox landen - im Verzeichnis "Verschlüsselt" - also auf Ihrem lokalen Rechner sind diese unverschlüsselt sichtbar. Dazu nutzen wir nun zur Einrichtung das Terminal, für das angegebene Beispiel:

encfs ~/Dropbox/Verschlüsselt ~/Verschlüsselt/Dropbox

Das ganze bedeutet nichts anderes als das in unserem Dropbox-Verzeichnis ein Verzeichnis namens "Verschlüsselt" angelegt wird und dieses ist verlinkt mit dem Verzeichnis "Verschlüsselt" direkt in Ihrem Home-Verzeichnis. Sie können nun im Verzeichnis "Verschlüsselt" ganz normal mit Ihren Dateien arbeiten, diese landen durch die Verlinkung aber verschlüsselt im Dropbox-Verzeichnis "Verschlüsselt" und werden automatisch synchronisiert.

Kleine Spielereien

Natürlich finden Sie auch in der Paket-Verwaltung nette kleine Anwendungen die das Leben mit Dropbox erleichtern, so etwa das Paket "caja-dropbox" für die Desktop-Umgebung Mate, "nautilus-dropbox" für GNOME und "thunar-dropbox-plugin" für XFCE - also Anwendungen für die jeweiligen Dateimanager. Unter der Desktop-Umgebung KDE findet sich das Paket "storageservicemanager" über das Sie ebenfalls mit Dropbox arbeiten können - jedoch ohne Synchronisierung, Sie können so nur Dateien von Dropbox herunter laden, Sie finden die Software nach der Installation im Anwendungsmenü im Bereich "Internet" unter dem Namen "Cloud-Speicherverwaltung"

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