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Die etwas Jüngeren Computer-Nutzer kennen eigentlich nur die Bedienung des Computers mit der Maus, doch die etwas reiferen haben vielleicht auch noch MS DOS im Kopf herum schwirren - das erste Betriebssystem von Microsoft und natürlich auch dessen Spiele und Anwendungen. Dosbox ist ein Emulator der dieses Betriebssystem emuliert und Spiele sowie weitere Software dieser Zeit wieder zum laufen bringt. In diesem Beitrag werden wir diese Software etwas näher kennen lernen.

Dosbox installieren

Unter auf Debian basierenden Systemen wie etwa Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter installieren Sie diesen Emulator ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "dosbox".

Dosbox nutzen

Nach der Installation sollte man den Emulator erst einmal grundlegend konfigurieren, dies sind nur zwei oder drei Minuten Arbeit, dazu startet man die Software erst einmal damit sich in unserem Home-Verzeichnis die versteckte Datei ".dosbox/dosbox-version.conf" erstellt die wir zur Konfiguration nutzen ("version" steht hier einfach für die jeweilige installierte Version der Software). Sie finden die Software nach der Installation im Anwendungsmenü im Bereich "Spiel", alternativ starten Sie die Anwendung über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

dosbox

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux

Damit können wir den Emulator wieder beenden denn die zuvor genannte Datei wurde erstellt, dazu schließen wir einfach das Fenster oder geben den Befehl:

exit

ein und bestätigen mit der Eingabe-Taste. Wir öffnen nun die erstellte Datei und suchen hier als erstes die Zeile mit dem Eintrag:

language=

Hier tragen wir nun folgendes ein:

language=german-version.lang

wobei wir "version" durch die installierte des Emulators ersetzen - die selbe Version wie die der Textdatei, also etwa:

language=german-0.74.lang

Nun laden wir von Dosbox die zur jeweiligen Sprache passende Sprach- und Tastatur-Layout-Datei herunter die ebenfalls zu unserer installierten Dosbox-Version passt, also für deutsch etwa "German languagefile+Readme". Wir entpacken die Datei direkt im Verzeichnis in dem auch unsere Konfigurationsdatei liegt - dabei wird die alte komplett überschrieben. Um das Tastatur-Layout auf unsere deutsche anzupassen suchen wir die Zeile:

keyboardlayout=auto

und ändern den Eintrag "auto" in "gr" - also:

keyboardlayout=gr

Damit wir später Spiele und weitere Software schneller wieder finden erstellen wir und ein virtuelles Laufwerk "C", dazu suchen wir den Eintrag:

[autoexec]

der sich ganz unten in der Datei wieder finden lässt und fügen hier folgende Zeilen ein:

mount c ~/.dosbox/C c:

Hier habe ich ganz einfach das versteckte Verzeichnis ".dosbox" angegeben in dem ich das Verzeichnis "C" angelegt habe in dem auch unsere Konfigurationsdatei liegt, dies kann man aber auch problemlos ändern, so könnte ich beispielsweise das Verzeichnis "/home/robert/Spiele" nutzen:

mount c ~/Spiele c:

Hier legt man später einfach seine DOS-Software ab und findet sie schneller. Ändern Sie den Eintrag:

fullscreen=false

auf:

fullscreen=true

startet der Emulator gleich im Vollbild, weitere Anpassungen finden Sie natürlich in der Datei selbst. Wir speichern die Datei und starten nun unseren Emulator erneut und schon sieht alles viel freundlicher aus:

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux mit angepasster Sprache

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux mit angepasster Sprache

Der wichtigste Unterschied zum realen MS DOS und auch zu Windows ist das Dosbox wie auch Linux zwischen großen und kleinen Buchstaben unterscheidet, ein "h" ist also etwas ganz anderes als ein "H". Um uns das komplette Tastatur-Layout anzusehen müssen wir Dosbox vom Terminal starten mit der Option "-startmapper" - also:

dosbox -startmapper

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux - Tastatur-Layout

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux - Tastatur-Layout

Sie können hier das Layout nicht nur betrachten sondern auch ändern indem Sie ganz einfach die gewünschte Taste anklicken. Nun wollen wir gleich einmal die wichtigsten Befehle unter Dosbox kennen lernen, diese werden ganz einfach per Befehl:

help

angezeigt:

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux - Befehle

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux - Befehle

Haben wir unser virtuelles Laufwerk "C" angegeben zeigt uns dies der Emulator auch an, was wir nun noch benötigen ist eben Software oder Spiele - solche lassen sich etwa einfach etwa durch eine Suche unter Google durch die Begriffe "dosbox spiele download" - MS DOS-Software für alle möglichen Zwecke finden sich etwa unter anderem hier. Meist ist die Software komprimiert gepackt - entpacken Sie also das Archiv in Ihrem erstellten C-Laufwerk, nun lassen Sie sich unter Dosbox den Inhalt des Verzeichnisses anzeigen durch den Befehl:

dir

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux - Inhalt eines Verzeichnisses ansehen

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux - Inhalt eines Verzeichnisses ansehen

Was wir erhalten ist eine Liste aller Dateien und Verzeichnisse, mittels:

cd Verzeichnis-Name

landen Sie im angegeben Verzeichnis und mit:

cd ..

gehen Sie ein Verzeichnis zurück. Zum starten einer Software brauchen wir wie üblich eine EXE-Datei, in diesem Beispiel ist es die "PCHSDRM" - wir starten diese ganz einfach durch den Befehl:

PCHSDRM

Schon startet die jeweilige Anwendung oder eben das Spiel:

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux - Spiel oder Software starten

Dosbox - MS DOS-Emulator unter Linux - Spiel oder Software starten

Unter MS DOS haben Sie natürlich keine Maus zur Verfügung - seinerzeit benötigte man so etwas umständliches auch nicht - man nutzte nur die Tasten.

CD's und Images einhängen

Manche mögen meinen das niemand mehr als Spiele-CD's aus dem DOS-Zeitalter zu Hause liegen hat - doch viele werfen nicht gleich alles weg und man möchte nicht glauben was für Schätze in alten Kisten am Dachboden oder im Keller noch herum liegt. Hier wollen wir nun diese alten CD's in Dosbox wieder nutzen, aber auch davon erstellte Images - also Abbilder dieser Medien.

Um eine im CD-Laufwerk liegende CD unter Dosbox nutzen zu können muss man diese in der Software ganz einfach nur einhängen wozu man den Befehl:

MOUNT d /dev/sr0 -t cdrom

nutzt, liegt die CD im zweiten Laufwerk ersetzt man "/dev/sr0" einfach durch "/dev/sr1" und so weiter, als Laufwerk dient in diesem Fall "d", in dieses wechselt man ganz einfach durch den Befehl:

d:

Bei Images von CD's verhält es sich ähnlich - hier ein Beispiel für das Image "image1.img" das ich ganz einfach in meinem virtuellen Laufwerk "c" abgelegt habe:

IMGMOUNT e image1.img -t iso

Umgehen kann Dosbox mit Images der Formate ".img", ".iso" sowie ".cue". Geht es darum mehrere CD's zur gleichen Zeit einzuhängen wie es manchmal bei größeren Spielen nötig ist gibt man diese einfach hintereinander an:

IMGMOUNT e image1.iso -t iso image2.iso -t iso

Tastenkombinationen unter Dosbox

Hier nun noch die wichtigsten Tastenkombinationen dieser Software:

Tastenkombination Auswirkung
Tabulator Automatische Vervollständigung von Befehlen
Alt + Eingabetaste Vollbild ein / aus
Alt + Pause Pause ein / aus
Strg + F1 (im Vollbild) Tastatur anzeigen / anpassen
Strg + F5 Screenshot erstellen (in ".dosbox")
Strg + F9 Dosbox schließen
Strg + F11 Emulation langsamer
Strg + F12 Emulation beschleunigen

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