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In erster Linie ist Debian natürlich einmal eine Linux-Distribution, ein Linux-System, ein sehr bekanntes Linux-System sogar. Wollen wir einmal von vorne beginnen, die Entwicklung begann 1993 - initiiert von einem Amerikaner namens Ian Murdock (der leider im Jahr 2015 Selbstmord beging). Der Name Debian stammt aus den Vornamen seiner Frau "Debra" und seinem eigenen "Ian". Die Entwicklung von Linux begann im Jahre 1991, Murdock lies sich also nicht viel Zeit mit der Entwicklung von Debian - vorrangiges Ziel war es eine leicht zu installierende Linux-Distribution zu schaffen (damals war die Installation eines Linux-Systems nicht gerade sehr einfach), alles in allem ist Debian heute die zweit-älteste Linux-Distribution (neben Slackware).

Wenn man sich die heutigen Linux-Distributionen so ansieht, stehen vor allem hinter den großen Linux-Distributionen wie etwa Ubuntu, Fedora (die erste Entwicklungsstufe von Red Hat) und Open SuSE mehr oder weniger erfolgreiche Firmen. Hinter Debian hingegen steht keine Firma sondern eine Gemeinschaft aus unabhängigen Entwicklern, hier geht es nicht um das scheffeln von Geld sondern darum Nutzern eine Distribution zu schaffen die sie für alles kostenlos nutzen können ohne irgendwelche Abstriche zu haben.
Dazu wurden so einige Dinge in die Verfassung der Debian-Gemeinschaft fest gelegt, so finden etwa regelmäßige Wahlen rund um den Vorstand von Debian statt - es geht genau gesagt um den Koordinator der Projektes, also den Leiter der Entwicklung einfach erklärt (Murdock gab die Leitung des Projektes nämlich schnell ab).

Neben der Debian-Verfassung die regelmäßige demokratische Wahlen rund um den Leiter der Entwicklung fest legt gibt es zusätzlich einen Gesellschaftsvertrag der die Entwickler dazu verpflichtet in Debian nur freie Software einzubringen (unfreie Software wird auch als unfreie gekennzeichnet) sowie einen Verhaltenscodex zur Verständigung der Entwickler untereinander.

Was Debian auszeichnet ist vor allem seine Stabilität, Sicherheit und Geschwindigkeit - diese Dinge haben unter Debian äußerste Priorität. Dies wird durch eine strikte Strategie bei der Entwicklung erreicht - neue Software-Pakete, inklusive Linux-Kernel werden als erstes in den Zweig Unstable aufgenommen, dort verbessert, korrigiert bis sie keinen sichtbaren Fehler mehr enthalten (passende Distributionen zu diesem Zweig wären etwa Siduction und Aptosid), sind diese Software-Pakete stabil genug wandern sie in den Zweig Testing - dieser ist die Stufe voe dem aktuellen stabilen Debian, hier wird die Software so lange getestet bis sich wirklich auch bei gründlichen Tests keine Fehler mehr finden (eine passende Distribution dazu wäre etwa Kanotix). Die dann offizielle Debian-Version nennt sich Stable (im Moment Debian 8 Jessie), der Entwicklungsvorgang dauert in der Regel an die drei Jahre - dies bedeutet das die eingesetzte Software dann schon etwas angestaubt ist - jedoch wie schon beschrieben extrem stabil und sicher. Dies macht Debian vor allem für Server im Internet und natürlich auch für Firmen-Systeme interessant. Ich selbst hatte mit Debian seit dem Jahr 2000 nicht einen einzigen System-Absturz.

Neben der Stabilität, Geschwindigkeit und Sicherheit bringt Debian vor allem noch eines - die einfachste und sicherste Paket-Verwaltung, Debian löst so gut wie alle möglichen Probleme ohne den Nutzer nach einer Lösung zu fragen (wie es etwa unter Open SuSE üblich ist). Gerade dies, auch der riesige Software-Umfang von Debian (in Debian 8 Jessie über 50.000 Software-Paket) macht diese Distribution - besser gesagt diesen Dinosaurier unter den Distributionen zum Vater von vielen anderen Linux-Distributionen wie etwa Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und noch unendlich vielen anderen - so gesehen ist Debian die weltweit am meisten genutzte Linux-Distribution, das Internet - also alle möglichen Webserver, Mail-Server, FTP-Server, Game-Server und so weiter und so fort laufen fast ausschließlich unter Debian, so natürlich auch diese Homepage.

Was nun die bisher genannten Vorteile gibt bringt einen kleinen Mangel an Komfort bei der Installation und Konfiguration des Systems, Debian wird das Vorurteil angelastet das beides etwas schwieriger ist als unter vielen anderen Distributionen - ehrlich gesagt ist dies aber nicht der Fall. Debian bietet nur bei der Installation viel mehr Optionen die jedoch auch von Linux-Einsteigern zu meistern ist wenn sie sich etwas mehr Zeit lassen - jede Option wird wirklich genau beschrieben. Bei der Konfiguration verlässt sich Debian vor allem auf das Terminal - aber hier auch nur wenn es direkt um das System geht - dies hat aber den Vorteil das man nicht auf die Optionen angewiesen ist die eine grafische Oberfläche bietet sondern wirklich jede nur erdenkliche Möglichkeit hat die Linux bietet - und das ist um vieles mehr als sich jeder Windows-Nutzer auch nur erträumen oder vorstellen mag. Problemen mit veralteten Treibern geht man ganz einfach aus dem Weg indem man die Debian-Backports nutzt, ein Repository aus dem Pakete der Testing-Version auf das stabile Debian portiert werden - so hat man selbst unter dem offiziellen Debian aktuellste Kernel, Treiber und Software obwohl das System stabil wie eh und jeh bleibt. Mit den Treibern hat man unter Debian so seine Probleme - aber nicht andere wie auch alle anderen Distributionen auch (dies gilt natürlich nur für nicht freie Treiber) - nur Ubuntu, Kubuntu und Linux Mint bieten automatisch an benötigte nicht freie Treiber automatisch zu installieren. Man installiert solche ganz einfach per Klick über die Paket-Verwaltung - nur suchen muss man sie eben selbst.

Ob man nun mit Ubuntu (Kubuntu, Linux Mint und weiteren Varianten) arbeiten möchte das in der LTS-Version (alle zwei Jahre aktualisiert wird und fünf Jahre Support hat) oder der aktuellen Version von dem es alle sechs Monate eine neue Version gibt - oder eben mit Debian das zwar nur etwa alle drei Jahre eine neue Version bietet dafür aber extrem stabil ist muss jeder selbst entscheiden. Ich selbst habe mit nach meinem Umstieg von Windows auf Linux im Jahre 2000 nach zwei Monaten mit Open SuSE auf Debian verabschiedet und nicht ein einziges Problem gefunden - auch zwei Monate Ausflug auf Ubuntu haben mich nicht von Debian abbringen lassen - und schon gar nicht auf Windows zurück.

Sie finden bei Interesse mehr Informationen zu Debian und den Download der Distribution auf Debian. In Kürze auch eine Anleitung zur Installation hier.

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