Linux Bibel online ~ Celestia

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Wir finden auf der Linux Bibel bisher schon so einige Software die sich dem Thema Weltraum und Wissenschaft zugezogen fühlen, die Sternkarte Kstars, das virtuelle Planetarium Stellarium und die Software zum suchen und finden von Satelliten Gpredict. In diesem Beitrag geht es nicht darum den Himmel von der Erde aus zu betrachten sondern direkt in das All zu reisen und Sterne, Planeten, ihre Monde, Nebel, Galaxien, Raumsonden und Raumschiffe direkt aus der Nähe zu betrachten. Celestia ist eine Echtzeit-Software die die aktuelle Situation im All wieder spiegelt, oder auch jede andere gewünschte Zeit, so wäre es beispielsweise möglich jetzt die abgestürzte Raumstation Mir zu sehen und vieles mehr.

Auch lässt sich die Software Celestia um vieles erweitern, wie man die Software nun nutzt und erweitert lesen wie in diesem Beitrag.

Celestia installieren

Unter auf Debian basierenden Linux-Distributionen wie auch Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter installiert man die Software ganz einfach über die integrierte Paket-Verwaltung durch das Paket "celestia-gnome" und "celestia-nonfree".

Celestia nutzen

Nach der Installation finden Sie die Software im Anwendungsmenü im Bereich "Lernen / Bilduung", alternativ starten Sie die Anwendung über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

celestia-gnome

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Nun wollen wir uns als erstes einmal die Steuerung ansehen, klicken wir mit der linken Maustaste und ziehen den Zeiger an die gewünschte Position verschiebt sich nur das Bild, klicken wir mit der rechten Maustaste und ziehen drehen wir uns um das aktuelle Objekt herum:

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Mit dem Mausrad stellen wir den Zoom ein. Finden wir nun ein anderes Objekt, in der Nähe der Erde wäre zum Beispiel der Mond - klicken wir diesen einfach mit der linken Maustaste an und drücken die Taste "G" - die Software visiert diesen nun an und bewegt sich auf diesen zu:

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Dies wäre natürlich auch möglich indem man das gewünschte Objekt rechts anklickt und somit das Kontextmenü nutzt - hier findet sich die Aktion "Goto" sowie auch andere die uns zum Beispiel mögliche Satelliten anzeigt und direkt darauf zu führt. Wählt man einen solchen Satelliten und drückt die Taste "G" bewegt man sich direkt auf diesen zu.

Nun lassen sich nicht alle Objekte direkt anwählen, weil sie einfach zu weit weg und dadurch nicht sichtbar sind - zu diesem Zweck besitzt die Software ein Menü zur Navigation das den selben Namen besitzt, man öffnet dieses und wählt nun ganz einfach den Eintrag "Solar System Browser" für Objekte die sich im Sonnensystem finden und den "Star Browser" für Objekte außerhalb unseres Systems:

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Man sucht sich das gewünschte Objekt, markiert es per Klick und wählt nun die gewünschte Funktion - "Center" nur um dieses zu zentrieren, also vom aktuellen Standpunkt aus zu betrachten oder eben "Goto" um sich darauf zu zu bewegen.

Um manche Objekte zu sehen - etwa die Raumstation Mir muss man in die entsprechende Zeit wechseln da es diese nicht mehr gibt, für die Raumstation Mir wäre dies etwa das Jahr 1986 - 2001. Um die Zeit zu verstellen nutzt man das Menü "Time / Set Time", gibt die passende Zeit ein und klickt auf die Schaltfläche "OK" - über diese Funktion und den Schalter "Set current time" stellen Sie wieder auf die aktuelle Zeit um:

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Wie man sieht ist Celestia einfach zu bedienen, über das Menü "Options" lassen sich weitere Einstellungen regeln, so etwa die Namen der jeweiligen Objekte und deren Flugbahnen einblenden und vieles mehr, darauf will ich nicht näher eingehen. Celestia hat nun schon so einiges integriert - also viele mögliche Objekte im All - die Software lässt sich jedoch auch erweitern - darum kümmern wir uns jetzt.

Celestia erweitern

Wir haben nun schon gehört das sich Celestia auch erweitern lässt, dazu zählen weitere Satelliten und Raumfahrzeuge aber auch genauere Bilder von Planeten, Nebel und Galaxien und vieles mehr aber auch Objekte die aus Science Fiction bekannt sind. Solche Erweiterungen finden sich etwa unter Celestia Motherlode. Man sieht sich die Erweiterungen an und lädt die gewünschte herunter - in meinem Beispiel sind dies die Raumsonden Pionier 10 und 11. Man entpackt das herunter geladene Archiv - für die weitere Installation muss man als Administrator arbeiten. Man öffnet also den jeweiligen genutzten Dateimanager mit Administrator-Rechten und teilt das Fenster, in einem Fenster öffnet man das entpackte Verzeichnis im anderen das System-Verzeichnis "/usr/share/celestia":

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

Im entpackten Verzeichnis finden sich nun die zu kopierenden oder zu verschiebenden Dateien in passenden Verzeichnissen, wir öffnen nun die Verzeichnisse im entpackten Verzeichnis und kopieren oder verschieben die entsprechenden Dateien in die passenden Verzeichnisse in unser System:

  • .xyz - /usr/share/celestia/data
  • .dsc - /usr/share/celestia/data
  • .dat - /usr/share/celestia/data
  • .stc - /usr/share/celestia/data
  • .ssc - /usr/share/celestia/extras
  • .ssc (wenn im entpackten Verzeichnis unter "data") - /usr/share/celestia/data
  • .3ds - /usr/share/celestia/models
  • .cmod - /usr/share/celestia/models
  • .bmp - /usr/share/celestia/textures/medres (highres, lowres - je nachdem in welchem Verzeichnis diese im entpackten Verzeichnis liegen, Standard ist "medres")
  • .jpg - /usr/share/celestia/textures/medres (highres, lowres - je nachdem in welchem Verzeichnis diese im entpackten Verzeichnis liegen, Standard ist "medres")
  • .png - /usr/share/celestia/textures/medres (highres, lowres - je nachdem in welchem Verzeichnis diese im entpackten Verzeichnis liegen, Standard ist "medres")
  • .cel - /usr/share/celestia
  • Im Grunde genommen kommen die jeweiligen Dateien ganz einfach in das gleichnamige Verzeichnis wie sie auch im entpackten Verzeichnis liegen, dort bereits bestehende Dateien nicht überschreiben (also einfach überspringen). Nach einem Neustart sind die installierten Erweiterungen verfügbar:

    Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

    Celestia - Weltraum-Simulation unter Linux

    Dateien mit der Endung ".cel" bieten sich bewegende Erweiterungen, solche startet man in der entsprechenden Zeit (dazu gleich mehr) über das Menü "File / Open Script" und öffnet diese nun aus dem Verzeichnis "/usr/share/celestia".

    Neben den zu kopierenden Dateien finden sich auch oftmals weitere Textdateien die Informationen bieten, ich würde diese nicht löschen - sie bieten wertvolle Informationen, etwa die Zeit und den Ort (Stern, Planet) bei dem sich das ganze auch abspielt.

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